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Liga-Primus VfB gewinnt 4:0 gegen Schlusslicht

Fußball
Gramzow im Stil eines Tabellenführers

Zweikampf: Gramzows Marcel Blume (rechts) und Philip Hermann duellieren sich im Mittelfeld.
Zweikampf: Gramzows Marcel Blume (rechts) und Philip Hermann duellieren sich im Mittelfeld. © Foto: Carola Voigt
Rick Neßler / 26.02.2019, 05:00 Uhr - Aktualisiert 26.02.2019, 14:38
Gramzow Der VfB Gramzow gewann das Duell Tabellenführer gegen Tabellenschlusslicht in der Fußball-Landesklasse standesgemäß mit 4:0. Pinnow zeigte dennoch eine ansprechende Leistung, verpasste es jedoch in der zweiten Halbzeit, den Anschlusstreffer zuerzielen.

Die Vorzeichen standen deutlich zugunsten des Tabellenführers – die beste Offensive der Liga traf auf die schlechteste Defensive, zudem fielen beim SV Pinnow wieder einige Stammkräfte aus. Neuzugang Dawid Glubs (wechselte in der Winterpause vom FC Schwedt) weilte noch unter den Zuschauern – er war erst einen Tag später spielberechtigt. „Schade, ich hatte mich auf den ersten Punktspieleinsatz für Pinnow gefreut“, sagte er im Vorbeigehen.

Nach der guten Vorbereitung gab es für Pinnow in den letzten Woche einen Denkzettel. Mit 1:3 verlor er hochverdient gegen den Kreisligisten Lunow/Oderberg im Testspiel. In Gramzow merkte man dem Gast an, dass er auf auswärtigen Platz und vor 150 Zuschauern großen Respekt zeigte. In den ersten 20 Minuten verloren die Pinnower die Mehrheit der Zweikämpfe und standen zu weit von den Gegenspielern weg. Sören Seethaler bekam im Mittelfeld zu viel Platz und sorgte mit einem schönen Fernschuss für die frühe Führung des Gastgebers (1:0, 7.).

Das zweite Tor fiel sehr einfach. Nach einem Einwurf konnte Seethaler den Ball im Strafraum gut behaupten und in die Gefahrenzone bringen. Dort gingen mehrere Spieler zum Ball, am Ende war es SVP-Verteidiger Kevin Wilke, der per Eigentor traf (2:0, 24.). Der Platz war schwierig zu bespielen. Teilweise matschig, teilweise trocken und hart und überall uneben mit mehr Sand als Rasen. Gramzow wusste dementsprechend zu spielen und agierte typisch mit langen Bällen. Der SV Pinnow hatte in der ersten Halbzeit Probleme, seinen Spielaufbau durch die Mitte aufzuziehen. Den Ball mit dem Rücken zum Gegenspieler anzunehmen und weiterzuverarbeiten, gestaltete sich als sehr schwierig. Einem, dem dies gelang, war Stürmer Marcel Meißner, der seinen Stärken entsprechend angespielt wurde und insgesamt ein sehr gutes Spiel in Sachen Laufpensum und Bälle festmachen absolvierte. Pinnows Trainer David Schrödter sprach vor der Partie die Wichtigkeit der Standardsituationen an, jedoch konnte seine Mannschaft aus Ecken und Freistößen zu wenig Gefahr erzeugen.

Das Pinnow in solchen Spielen nicht ständig vor das gegnerische Tor kommt und über 90 Minuten Drucksituationen aufbaut, scheint logisch. Wichtig ist, dass die Tugenden abgerufen werden, zu denen man in der Lage ist. Läuferische und kämpferische Leistungen, eine positive Körperhaltung und Ansprache untereinander sowie der Versuch, weiterhin mutig und selbstbewusst Fußball nach vorne zu spielen, sind Attribute, die unabhängig von der Ligazugehörigkeit vom SVP erwartet werden dürfen.

Dies gelang in Halbzeit eins schon gut, wurde aber in der zweiten Halbzeit noch besser. Pinnow übernahm nun teilweise das Spielgeschehen und hatte im zentral offensiven Mittelfeld viel Platz. Patrick Höfert und Lukas Theel konnten aus Weitschusssituationen aber zu wenig machen. Die Stimmung war nun klar pro Pinnow, doch der Anschlusstreffer, der nochmals zusätzliche Kräfte hätte mobilisieren können, wollte nicht fallen – auch weil man nach wie vor nicht zwingend genug in der Offensive agierte. Abhilfe könnte da Glubs schaffen, der ab nächster Woche im Heimspiel gegen Oranienburg spielberechtigt ist. Gramzows Pascal Lange sorgte mit zwei wuchtigen Treffern, einer per Kopf nach einer Ecke, für das 3:0 und 4:0 seines Teams und den letztlich souverän eingefahrenen Heimsieg.

VfB-Trainer Maik Zürner will diesen Erfolg nicht überbewerten. „Wir waren souverän, ohne jedoch zu glänzen“, sagte er.

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