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Aktionstag "Antirassismus macht Schule" am Gauß-Gymnasium mit praktischen Workshops

Projekt
Schüler zeigen Kante gegen Rassismus

Theater in der Schule: Schauspieler Michael Kuczynski spielt in Schüler-Workshops zum Antirassismustag die "Kurze Geschichte meines erfolgreichen Scheiterns" .
Theater in der Schule: Schauspieler Michael Kuczynski spielt in Schüler-Workshops zum Antirassismustag die "Kurze Geschichte meines erfolgreichen Scheiterns" . © Foto: Michael Dietrich
MOZ / 14.03.2019, 06:00 Uhr - Aktualisiert 14.03.2019, 08:03
Schwedt (red) 170 Schüler aller 7. und 8. Klassen der Stadt haben am Dienstag den 8. Aktionstag "Antirassismus macht Schule" am Gauß-Gymnasium erlebt. Experten und Schüler haben dabei Workshops geleitet, die unterschiedliche Formen von Diskriminierung thematisierten. Von dem Tag berichten die Schüler selbst:

"Poetry-Slamer Ortwin Bader-Iskraut kam extra aus Berlin, um uns passend zum Tag seine Fabel "Die Scholle" vorzutragen. Sie erzählt, wie Fische aus ihrer Heimat fliehen und in der neuen Welt mit Vorurteilen überschüttet werden. Das humorvolle Ende, "Karpfe diem, lebe den Teich" zeigt, dass wir alle gleich sind und uns auch respektvoll behandeln sollten. Krieg, Zerstörung und religiöse Verfolgung sind die häufigsten Gründe für eine Flucht. Doch auch Diskriminierung, Angst vor Sklaverei und Perspektivs- und Arbeitslosigkeit bringen Menschen dazu, ihre Heimat zu verlassen, wie wir in der Gruppe "Menschenrettung auf hoher See", geführt von Joshua Prochnow und Emely Köhn, lernten. Sie stellten die freiwilligen Helfer der Sea-Watch vor und zeigten, wie die Crew an einem Tag 518 Menschen aus dem Wasser rettete und teilweise wiederbeleben musste, weil die Flüchtlinge meist nicht schwimmen können. Die Schüler David Maily und Oskar Müller waren sichtlich geschockt von der Lage im Mittelmeer. Sie sprechen sich nicht gegen die Flüchtlinge in Deutschland aus, ganz im Gegenteil, sie wollen noch mehr über dieses Thema erfahren.

Im Projekt "Wie ist der Alltag in islamisch-arabisch geprägten Kulturen?" erzählte die Syrerin Hanan Hussein ihre Geschichte und wie sich ihr Leben veränderte, nachdem sie nach Deutschland kam", ­schreiben Avril-Maria Heusch und Selina Gutermuth, die ihren Text "Kante gegen Rassismus" nennen.

"Ein Workshop hieß "Verständnis geht durch den Magen" mit Iman Alyasin im Mehrgenerationenhaus. Lana und Amira von der Dreiklang-Oberschule halfen ihr. Sie backten und kochten mit den Schülern typisch arabische Gerichte wie Baklava (in Zuckersirup eingelegtes Gebäck  gefüllt mit Walnüssen, Mandeln und Pistazien), Fatayer (Fleischpastete) und Schokobälle (wie Kekstorte mit Kokosraspeln).

Im Projekt "Andersartig –  Schule unterm Regenbogen" mit Nadine Borchhardt Apfelbacher behandelten die Schüler, was lesbisch, schwul, bisexuell, trans*, inter*, queer wirklich bedeutet.

Karl und Marlene leiteten das Projekt "Das wird man ja wohl noch sagen dürfen".  Felix Kolenda spielte die Rolle eines Jungen, der im Bus wegen seines Styles angepöbelt und belästigt wird", schreiben Laura-Sophie Schulz, Anna Döring und Emelie Lemke.

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