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Das Wasser- und Schifffahrtsamt hat den Abriss und Neubau der Schwedter Brücke über die Alte Oder angekündigt. Wann, ist noch unklar.

Neubauvorhaben
Neue Stadtbrücke geplant

Michael Dietrich / 19.04.2019, 21:15 Uhr - Aktualisiert 19.04.2019, 23:17
Schwedt (MOZ) Den Fakt bestätigte in dieser Woche das Wasser- und Schifffahrtsamt Eberswalde. "Wir sind dabei, das Planungsverfahren für einen Ersatzneubau der Schwedter Brücke zu starten. Wir stehen erst am Anfang der Planungsphase und können daher noch nicht viel über das Vorhaben berichten. Entschieden ist bisher nur, dass eine Sanierung des vorhandenen Brückenbaus nicht mehr in Frage kommt. Wir wollen die Brücke abreißen und durch eine neue ersetzen", erklärte der stellvertretender Amtsleiter Sebastian Dosch.

Die Brücke befindet sich bereits seit langem in schlechtem Zustand. Eine Beseitigung der Schäden ist überfällig, seit 2003 sind alle anderen der fünf Brücken bis zur Grenze erneuert. Nur die Stadtbrücke fehlt noch. Unter ihren Brückenbögen sind Netze gespannt, die durchfahrende Schiffe vor herunterfallenden Betonteilen schützen soll. Überall sind Risse erkennbar. Die engen Gehwege über die Brücke sind sanierungsbedürftig, führen immer wieder zu Konflikten mit Radfahrern. Die Fahrbahn wurde bereits mit Betonteilen eingeengt.

Die Stadt hat sich über die Nachricht vom beabsichtigten Neubau sehr gefreut und das Amt in Eberswalde gebeten, in der Planung auch die Interessen der Stadt zu berücksichtigen. Dazu zählen ein mindestens einseitiger Geh- und Radweg, eine Weg-Unterführung auf Nationalparkseite, eine Behelfsbrücke während der Bauzeit, eine dauerhafte Beleuchtung sowie Namenstafeln an der Brücke, die durchfahrenden Schiffen verraten sollen, welche Brücke oder Stadt sie gerade passieren.

Das WSA will sich heute noch nicht auf eine Zeitangabe für den Brückenbau festlegen. "Für das Vorhaben ist ein Planfeststellungsverfahren notwendig, das einige Zeit in Anspruch nimmt. Wir rechnen nicht vor 2024 oder 2025 mit einem Baustart", erklärte Sebastian Dosch. Die neue Brücke soll dem WSA zufolge deutlich breiter und länger werden. Begründet wird das mit dem ebenfalls nach wie vor geplanten Ausbau der Hohensaaten Friedrichsthaler Wasserstraße.

63 Jahre altes Bauwerk aus Beton

Straßenbrücke Schwedt heißt das Bauwerk über die Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße offiziell. Im Schwedter Sprachgebrauch wird sie Stadtbrücke genannt.

Die Bücke wurde 1926 bis 1928 errichtet und Ostern 1945 von der Wehrmacht gesprengt, um die herannahende Roten Armee aufzuhalten. Der Wiederaufbau in ihrer heutigen Form erfolgte 1953 bis 1956.

Das 155 Meter lange Bauwerk aus Beton hat viele sichtbare Schäden, eine eingeengte Fahrbahn, zu enge Fußwege und keinen Radweg.

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Willi Bald 22.04.2019 - 22:25:06

Da schlagen die Herzen in der Stadtverwaltung schneller

wenn man diese schön beleuchtete Brücke sieht. Also bräuchte man doch tatsächlich bei einer neuen Brücke eine Dauerbeleuchtung, das bedeutet schließlich Dauerfreude. Nun ist es aber so, dass ein großer Teil dieser Gesellschaft keinen Atomstrom, keinen Kohlestrom und keine Windräder will. Ja, auch Stromtrassen will niemand vor der Haustür haben. Dieses SPD- geführte Rathaus schafft es sogar Solaranlagen auf alten leerstehenden Baracken am "Langen Grund" zu verhindern, weil man hier Bäume pflanzen will. Diese Baracken standen lange zum Verkauf, man hätte sie also kaufen können. In der unmittelbaren Umgebung stehen eine Mengen alter Baracken und baufälliger Gebäude, diese scheinen für die Stadt nicht so interessant zu sein, man arbeitet sich lieber an jemanden ab der sehr viel Geld in die Errichtung des Solarfeldes investiert hat. Keine Kritik an der Vorgehensweise der Verwaltung durch die Stadtverordneten, durch den Artikelschreiber zu diesem Thema vor geraumer Zeit nur ein lustloser Beitrag zu diesem Thema. Aber immerhin schafft es das Rathaus Forderungen für eine erhöhten Stromverbrauch zu stellen, natürlich auf Kosten der Steuerzahler. Aber zurück Stromherkunft: Vielleicht durch das fertig installierte Solarfeld? Für die anstehenden Wahlen gilt es sich tatsächlich Gedanken zu machen. SPD geht nicht.

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