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Tausende Besucher pilgern am Sonntag in den Angermünder Tierpark. Die Resonanz ist eine Liebeserklärung an die kleine Einrichtung.

MOZ-Osterfete
Liebeserklärung an den Tierpark

Auf Tuchfühlung: Der Angermünder Tierpark will Tiere für die Besucher hautnah erlebbar machen. Die traditionelle MOZ-Osterfete mit tausenden Besuchern macht den einzigen Tierpark der Uckermark weit über die Region hinaus bekannt. Mehr Bilder auf Seite 18.
Auf Tuchfühlung: Der Angermünder Tierpark will Tiere für die Besucher hautnah erlebbar machen. Die traditionelle MOZ-Osterfete mit tausenden Besuchern macht den einzigen Tierpark der Uckermark weit über die Region hinaus bekannt. Mehr Bilder auf Seite 18. © Foto: Oliver Voigt
Daniela Windolff / 23.04.2019, 09:00 Uhr - Aktualisiert 23.04.2019, 09:06
Angermünde (MOZ) Ein Tierpark zum Anfassen,  das ist die Vision von Tierparkleiter Dennis Sonnenberg und des rührigen Fördervereins. Besucher sollen Tiere hautnah ohne hohe Gitterzäune und Barrieren  in  naturnaher Umgebung kennenlernen und wenn möglich auch berühren können. Im Streichelgehege der Ziegen und im Damwild-Freigehege ist das schon jetzt möglich.

Geplant sind weiterhin ein Gehege für die putzigen Erdhörnchen und für Capybara, südamerikanische Wasserschweine. "Diese großen Nager sind drollige und sehr liebenswerte Tiere, die auch gern gekrault werden", beschreibt Dennis Sonnenberg sein Lieblingstier, das er künftig gern zusammen mit Alpakas in einem Südamerika-Gemeinschaftsgehege zeigen möchte. "Unser Ziel ist es, zwei, drei Tierarten in Gruppen nach Herkunftsregion zusammenzuhalten, damit Besucher viel sehen bekommen und in den Gehegen Leben ist", beschreibt Sonnenberg seine Ideen zur Umgestaltung des Angermünder Tierparks, um ihn noch attraktiver zu machen.

Tausende Besucher kamen bei Kaiserwetter in den Angermünder Tierpark um die MOZ-Osterfete zu feiern.
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23. MOZ-Osterfete

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Die traditionelle MOZ-Osterfete mit tausenden Besuchern ist eine gute Gelegenheit, den einzigen Tierpark der Uckermark auch weit über die Region hinaus bekannter zu machen und damit zugleich Unterstützer, Förderer und Tierpaten zu werben. Denn die Einrichtung erhält bisher keine Zuschüsse vom Landkreis und wird nur von der Stadt Angermünde finanziell unterstützt. Doch das Geld reicht kaum für den Erhalt, geschweige denn für Investitionen.

"Wir brauchen eine langfristige, tragfähige Finanzierung und Konzeption für unseren Tierpark", bekräftigt SPD-Stadtverordneter Olaf Theiß, für den persönliche Präsenz bei der MOZ-Osterfete Pflicht und Bedürfnis zugleich ist. "Der Tierpark ist ein Stück Angermünde. Der SPD-Ortsverein setzt auch mit seinen traditionellen Arbeitseinsätzen im Tierpark Zeichen." Auch Tierpatenschaften können helfen. Zur Zeit gibt es 120 Paten.

Die MOZ-Osterfete macht den Tierpark überregional bekannter. Vivien und Bernd Freier sind mit Töchterchen Stella (2) aus Bernau gekommen und begeistert über die liebevolle Parkgestaltung. Auch Andrea Petka und Katjana Kurth aus Prenzlau sind mit ihren Kindern zum ersten Mal im Angermünder Tierpark. "Wir wollen was Neues entdecken. Es ist wunderschön hier." Stephanie und Steven Olma aus Berlin waren mit ihren Kindern schon ab und zu hier, wenn sie die Großeltern in Joachimsthal besuchen. "Es ist toll. Vor allem für Kinder wird viel geboten." Die nunmehr 23. MOZ-Osterfete ist eine Liebeserklärung der Organisatoren und Besucher an den Tierpark.

Zahlen und Fakten

Der Angermünder Tierpark wurde 1963 gegründet. Hier leben 320 Tiere von 55 Arten. Als Besonderheit sind alle fünf Kamelarten der Welt zu sehen. Nachwuchs haben gerade Schafe und Ziegen. Bei den Lemurenaffen Kattas erwarten die Tierparkmitarbeiter jeden Tag die Geburt. Ebenso bei den Alpakas. Auch Gänse und Fasan brüten. Bei den Großkamelen stellt sich leider kein Nachwuchs ein, weil das Pärchen schon zu früh zusammen war und deshalb wie Bruder und Schwester sind. Die Luchse haben noch ein Jungtier aus dem Vorjahr. Für mehr Nachwuchs reicht der Platz nicht. Nicht alle Jungtiere bleiben im Tierpark. Sie werden an internationale Zoos abgegeben.

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