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Die Angermünder Abgeordneten treffen sich noch einmal zu einer letzten Sitzung ihrer Legislaturperiode und ziehen Resümee.

Kommunalwahl
Zieleinlauf im Sitzungsmarathon

Die scheidende Stadtverordnetenversammlung: Vor der letzten Sitzung gibt es ein gemeinsames Gruppenfoto vor dem Angermünder Rathaus zum Abschied.
Die scheidende Stadtverordnetenversammlung: Vor der letzten Sitzung gibt es ein gemeinsames Gruppenfoto vor dem Angermünder Rathaus zum Abschied. © Foto: Daniela Windolff
Daniela Windolff / 26.04.2019, 07:00 Uhr
Angermünde (MOZ) Noch einmal wurde diskutiert und gestritten, polemisiert, argumentiert und letzte Beschlüsse gefasst, noch einmal ging es um Themen wie Friedhofssatzung, Museum, Strandbad, um Bürgerbeteiligung.

Es war die letzte ordentliche Sitzung der Angermünder Stadtverordnetenversammlung in dieser Wahlperiode. Das Finale von fünf Jahren ehrenamtlicher Abgeordnetentätigkeit in der Kommunalpolitik nutzten die Fraktionsvorsitzenden, um zum Abschluss der Sitzung ein kurzes Resümee zu ziehen.

Olaf Theiß, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung und Fraktionschef der SPD/Grüne, verglich das Abgeordnetenhaus mit einem Orchester, in dem alle zusammenspielen müssen. Da gibt es verschiedene Themen und Motive, Höhen und Tiefen. "Aber wenn die Dissonanzen überhandnehmen, hat man keine Zuhörer mehr, dann kommt niemand mehr ins Konzert." Seine Kollegen, die Chefs der anderen Fraktionen, bezeichnete er als erste Geiger und richtete an jeden ein persönliches Wort. Heiko Poppe (Linke) sei ein immer sachlicher und verlässlicher Partner mit fundiertem Wissen. Burkhard Grambauer (LBG) habe aus seiner Meinung nie einen Hehl gemacht und für manchen Paukenschlag gesorgt. Volkhard Maaß (CDU) habe kein Thema vergessen und sei hartnäckig an Problemen dran geblieben. Und Kurt Habermann (FWG) sei der Meister der Schachtelsätze, sagte Olaf Theiß augenzwinkernd.

Auch die anderen Fraktionsvorsitzenden blickten auf fünf Jahre gemeinsames Wirken in der SVV zurück. Mit der Wahl des neuen Bürgermeisters mitten in der Legislaturperiode habe es einen Wandel gegeben, so Volkhard Maaß. "Die Fraktionen sind zusammengerückt." Schade findet Maaß, dass die Abgeordneten einige Entscheidungen der Verwaltung erst aus der Presse erfahren haben. Zu den positiven Überraschungen zählt er, dass es Angermünde gelang, Mittelzentrum zu werden.

Burkhard Grambauer räumte ein, dass man auch viel gestritten habe und nicht immer einer Meinung war. "Aber wir können uns immer noch gut leiden", schickte er schmunzelnd hinterher. "Wichtig ist, dass es kein gleichgeschaltetes Parlament ist, wo alle nur alles abnicken." Er kandidiert nicht mehr für die SVV, will aber künftig in der Einwohnerfragestunde seine kritischen Fragen stellen.

Bürgerinteresse erwünscht

Heiko Poppe nutzte die letzte Sitzung, um allen Abgeordneten Danke zu sagen für Streitgespräche ohne persönliche Angriffe unter der Gürtellinie, die es in diesem Hause früher öfter gegeben habe. "Danke auch an die Verwaltung, die unsere manchmal langwierigen und schwierigen Debatten aushielten", so Poppe und er schickte den Wunsch hinterher, Vorlagen so zu formulieren, dass sie klar und verständlich sind. "Ich wünsche mir auch mehr Beteiligung der Bürger, aber für Berufstätige sind Sitzungen bis in die späten Abendstunden oft gar nicht machbar."

Kurt Habermann (FWG) ist seit 26 Jahren Stadtverordneter und hat so manche heftige Auseinandersetzung miterlebt. "Es ist in den Jahren nicht einfacher geworden, aber die Streitkultur hat sich verbessert. Man muss mit Mehrheitsentscheidungen leben lernen und Niederlagen akzeptieren, auch wenn es mitunter schmerzlich ist. Wichtig ist, an Problemen dranzubleiben", gibt er den künftigen Abgeordneten mit auf den Weg. Und auch er hofft vor allem, dass sich mehr Bürger einbringen, "und nicht nur, wenn es um ihre persönlichen Betroffenheit geht."

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