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Wohnungsbaugenossenschaft  startet im Herzen der Oderstadt offiziell ihr Millionenprojekt. Wohnungen, Standesamt und Gewerbe vorgesehen.

Grundsteinlegung
Neue Adresse: Augustiner Tor

Jörg Matthies / 29.04.2019, 21:00 Uhr
Schwedt (MOZ) Die Baugrube und Arbeiten an den künftigen Tiefgaragen künden seit einige Zeit von einem größeren Bauvorhaben: Am Montagvormittag ist bei leichtem Nieselregen an der Stelle des früheren Rathauses in der Lindenallee nun offiziell der Startschuss für das Projekt "Augustiner Tor" der Wohnungsbaugenossenschaft (Wobag) gegeben worden. "Mögen alle künftigen Bewohner des Hauses hier frohe und glückliche Stunden verleben. Möge der nun zu errichtende Neubau länger Bestand haben, als jene Häuser, die an dieser Stelle am Ende des Zweiten Weltkrieges zerstört wurden." Mit diesen Worten machte sich der Wobag-Vorstandsvorsitzende Matthias Stammert mit seinem Vorstandskollegen Uwe Benthin auf den kurzen Weg zum Grundsteinlegen.

Die mit der aktuellen Märkischen Oderzeitung, den gängigen Euro-Münzen, Plüschmaskottchen "Flinki" und der Wobag-Zeitung gefüllte Kupfer-Schatulle plumpste in ein Fundament-Loch. Bürgermeister Jürgen Polzehl, der den Neubau "ein gutes Signal für die Aufwertung der Schwedter Innenstadt" nannte, Architekt Matthias Tietze und Banker Matthias Brauner von der DZ Hyp, die das Bauvorhaben über Kredite finanziert, vollzogen mit ihnen den feierlichen Akt.

Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sowie Mitarbeiter der Wohnungsbaugenossenschaft und einige Schwedter waren als Gäste gekommen, um "die gute alte Tradition, die schon unsere Vorvorderen praktizierten" (Benthin) mitzuverfolgen.

Architekt Matthias Tietze von der Firma Agora+ sprach am Rande von der Besonderheit dieses Bauvorhabens, dass durch den allgemein nicht üblichen "parallelen Verlauf von Abriss, Denkmalschutz und unserer Planung insgesamt viel Zeit gespart werden" konnte. Dass die entstehenden Wohnungen eine derart große Anzahl verschiedener Grundrisse aufweisen, entspreche nach seinen Worten den aktuellen Wünschen in der Gesellschaft.

Bis Ende 2020 sollen 57 Mietwohnungen mit Tiefgarage, Carport, Mieterboxen und einer kleinen Gewerbefläche bezugsfertig sein. Die Wobag spricht von einer "Mischung aus modernem, energieeffizientem Wohnen und einer Fassade, die sich mit Satteldach, Gauben und Balkonen an die verschwundene Schwedter Altstadt" anlehne. Der Bauherr und künftige Vermieter verweist vor allem auf einen Fakt: Die 57 Wohnungen mit einer Größe zwischen 55 und 90 Quadratmetern werden 19 verschiedene Grundrisse aufweisen, die "stark von den Standardwohnungen abweichen". Jede Wohnung sei barrierefrei über Aufzüge zu erreichen.

Rathaustüren werden eingebaut

Ein interessantes Detail ist auch, dass in den Zwischenbau, der Haus 1 und 2 des Projektes "Augustiner Tor" verbindet, die von Künstler Axel Schulz gestalteten Bronzetüren des ehemaligen Rathauses wieder eingebaut werden. Und die Stadt werde sich im Erdgeschoss, sozusagen an bekannter Stelle, auch wieder mit dem Standesamt einmieten.

Insgesamt wird die Wobag in dieses zweite große Neubauvorhaben nach dem Lindenquartier mehr als zehn Millionen Euro investieren. Die Mieten werden, so kündigt die Genossenschaft an, über dem üblichen Durchschnitt der Wobag liegen. "Es liegen dennoch bereits ausreichend Wünsche von potentiellen Mietern vor. Aber wir nehmen natürlich weitere entgegen, weil Verträge erst geschlossen werden, wenn man sich die Wohnungen auch tatsächlich angucken konnte", sagte Matthias Stammert.

Da man keinerlei Zeitverzug riskieren wolle, werde am zweiten Mai rund um die Uhr bis zum nächsten Tag die Fundament­decke gegossen – Stammert: "Dafür bitten wir die umliegenden Einwohner um Verständnis."

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