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Drei Angermünder Mittelständler kandidieren als neue Wählergruppe "Angermünder Mitte" erstmals für die Stadtverordnetenversammlung.

Kommunalwahl
Aus der Mitte der Gemeinschaft

Auf dem Weg ins Rathaus: Martin Päplow, Torsten Löhn und Andreas Ruh sind die Angermünder Mitte. Sie wollen als neue Wählergemeinschaft in die Angermünder Stadtverordnetenversammlung einziehen.
Auf dem Weg ins Rathaus: Martin Päplow, Torsten Löhn und Andreas Ruh sind die Angermünder Mitte. Sie wollen als neue Wählergemeinschaft in die Angermünder Stadtverordnetenversammlung einziehen. © Foto: R.Mundzeck
Daniela Windolff / 15.05.2019, 06:45 Uhr
Angermünde (MOZ) Sie sind vollzeit im Job beschäftigt, führen selbst eine Firma oder arbeiten als Angestellte in der Wirtschaft. Sie haben Familie, sind parteilos, engagieren sich ehrenamtlich in Vereinen und sie sind vor allem Angermünder mit Leib und Seele, die ein gemeinsames Ziel zusammenbringt: Sie wollen, dass sich ihre Heimatstadt noch lebenswerter und zukunftsfähig entwickelt und neben Wohnen, Bildung und Freizeitmöglichkeiten auch Arbeitsplätze bietet.

Und weil sie sich das nicht nur einfach wünschen und fordern, wollen Torsten Löhn (45), Andreas Ruh (48) und Martin Päplow (42) selbst die Ärmel hochkrempeln und aktiv mitgestalten. Die drei kandidieren als neue Wählergruppe Angermünder Mitte erstmals für die Angermünder Stadtverordnetenversammlung, die am 26. Mai gewählt wird.

Mitgestalten statt rummeckern

"Man verändert und entwickelt nichts, wenn man nur meckert. Man muss selbst etwas tun", beschreibt Torsten Löhn seine Motivation, sich nun auch ehrenamtlich in der Kommunalpolitik engagieren zu wollen. Er ist auch von Parteien angesprochen worden, doch das ist nicht sein Weg. "Parteilos, neutral und unabhängig zu sein, ermöglicht uns, wirklich ehrlich hinter unserer Meinung zu stehen, immer wieder andere und auch uns selbst kritisch zu hinterfragen und lösungsorientiert, sachlich statt parteipolitisch zu entscheiden."

Doch als Einzelkandidat wollte der Kfz-Meister Torsten Löhn auch nicht kandidieren und fand so in Martin Päplow und Andreas Ruh Mitstreiter auf einer Wellenlänge, die sich als Wählergemeinschaft aufstellen ließen.

Mitten im Leben

Der Name Angermünder Mitte ist Programm. "Wir stehen mitten im Leben, kommen alle aus der Wirtschaft und sehen die Stadt Angermünde als den wichtigen Mittelpunkt, um den sich herum auch die Ortsteile entwickeln sollen", erklärt Martin Päplow. Der Inhaber der Fahrschule Klink hat durch seinen Beruf und sein Engagement im Sport viele Kontakte und das "Ohr an der Masse", sowohl bei alten als auch jungen Menschen. "Man hört in den Gesprächen, wo der Schuh drückt, was die Leute beschäftigt, wo Handlungsbedarf ist. Das nützt auch in der Tätigkeit als Abgeordneter, um nicht an den Problemen der Bürger vorbeizureden." Zuhören, unterschiedliche Meinungen akzeptieren und offen mit Problemen umgehen, das sind für ihn Stärken der Wählergemeinschaft Angermünder Mitte.

Wahlversprechen wollen die drei Kandidaten ebenso wenig machen, wie ein umfangreiches Wahlprogramm aufstellen. "Es ist schon vieles in Angermünde und in den Ortsteilen auf gutem Wege, das wir gern mit unserer Kraft, unserer Kenntnis und unseren Erfahrungen fortführen und ausbauen möchten", betont Andreas Ruh. Der Tischlermeister, der als Bauleiter in der Firma Hilzinger arbeitet, möchte vor allem die vielseitigen Voraussetzungen in den Bereichen Bildung, Jugend, Sport, Kultur und Soziales weiterentwickeln, um die Lebensqualität in Angermünde und in den Ortsteilen weiter zu verbessern und Abwanderung entgegenzuwirken.

Torsten Löhn hat in Schmargendorf in zweiter Generation den Autoservice Löhn aufgebaut und die wirtschaftliche Entwicklung in Angermünde im Fokus. Sie sei Grundlage für Arbeitsplätze, für Einkommen, für Kaufkraft und damit für eine Stadt mit Zukunft für alle Generationen. Als Schulelternsprecher an der Bruhnschule liegt dem dreifachen Vater auch gute, moderne Schullandschaft und Bildung am Herzen.

Fahrlehrer Martin Päplow hat berufsbedingt auch immer einen Blick für die Verkehrssituation und will sie weiter verbessern. Dazu gehört für ihn auch der Ausbau des Fahrradwegenetzes in die Ortsteile. Handlungsbedarf sieht er auch in der Jugend- und Seniorenarbeit. Hier will er Vereine stärken, gemeinsame Veranstaltungen unterstützen und auch die generationsübergreifende Zusammenarbeit mit den Schulen fördern. "Wir maßen uns nicht an, alles anders und besser zu machen. Wir wollen mitmachen. Denn eine lebenswerte Stadt, das sind wir alle gemeinsam", sind sich die drei aus der Mitte einig.

Zur Person: Die Kandidaten der Angermünder Mitte

Torsten Löhn, 45, wohnt in Schmargendorf, verheiratet, 3 Kinder, Kfz-Meister und Verkäufer im Auto Service Löhn, parteilos, Schulelternsprecher der Gustav-Bruhn-Grundschule. Hobby: Offroadfahren mit Geländewagen. Motivation für die SVV-Kandidatur: "Ich möchte mich für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt und der Ortsteile einsetzen."

Martin Päplow, 42, wohnt in Angermünde, verheiratet, 1 Sohn, seit 18 Jahren Fahrlehrer, Inhaber der Fahrschule Klink, parteilos. Hobby: Judo. Motivation: "Ich möchte an einer positiven Entwicklung der Verkehrssituation und Mobilität  mitwirken und den Ausbau der Radwege zu den Ortsteilen vorantreiben. Auch Jugend- und Seniorenarbeit ist mir wichtig."

Andreas Ruh, 48, wohnt seit 20 Jahren  in Angermünde, verheiratet,ein Sohn, von Beruf Tischlermeister, Bauleiter bei Hilzinger GmbH, parteilos. Hobby: X-treme Uckermark. Motivation: "Angermünde hat viele Voraussetzungen in den Bereichen Jugend, Sport, Bildung, Kultur und Soziales. Dafür möchte ich mich aktiv mit meiner Erfahrung einsetzen."⇥dw

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