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Die Angermünder Händler machten die historische Altstadt zum 11. Mal zu einem Mekka für Nachtschwärmer.

Lange Einkaufsnacht
Partynacht in der Einkaufsmeile

Stadtbummel mit Modenschau: Am Freitagabend luden die Händler der Angermünder Altstadt zur 11. Langen Einkaufsnacht ein mit Modenschauen, Musik, Gastronomie und vielen Attraktionen in den Straßen der Innenstadt.
Stadtbummel mit Modenschau: Am Freitagabend luden die Händler der Angermünder Altstadt zur 11. Langen Einkaufsnacht ein mit Modenschauen, Musik, Gastronomie und vielen Attraktionen in den Straßen der Innenstadt. © Foto: Stefan Csevi
Daniela Windolff / 20.05.2019, 06:30 Uhr - Aktualisiert 20.05.2019, 11:02
Angermünde (MOZ) Wenn man in Angermünde mit dem Cocktailglas statt dem Einkaufszettel in der Hand durch die Geschäfte zieht, die Kinder derweil T-Shirts bemalen oder auf der Hüpfburg toben, während die Eltern die neuesten Trends der Sommermode vorgeführt bekommen und Verkäufer vor ihren Läden stehen und wie altbekannte Freunde mit Passanten schwatzen, dann ist lange Einkaufsnacht in der historischen Altstadt.

Einmal im Jahr öffnen die Händler der Innenstadt ihre Geschäfte für Nachtschwärmer und machen aus dem Einkaufsbummel ein Erlebnis, bei dem niemand alleine bleibt. An den Ständen und Tischen, in den Biergärten und Läden finden in  entspannter Atmosphäre Bekannte und Fremde schnell zueinander. Und auch die Händlergemeinschaft rückt noch ein Stück enger zusammen und präsentiert sich mit individuellen Angeboten, besonderen Aktionen und eben dem ganz persönlichen Service als Alternative zu den großen Handelsketten am Stadtrand. Die Angermünder Einkaufsnacht ist eine Erfolgsgeschichte der Händlermeile, eine lose Interessengemeinschaft von Geschäftsleuten, vom Apotheker, über Bäcker, Fahrradhändler bis zum Optiker, die mit gemeinsamen Konzepten und Aktionen die Innenstadt beleben will und dem Trend des sterbenden kleinen Einzelhandels kreativ und engagiert entgegentritt.

Zahlreiche Geschäfte in der Angermünder Altstadt luden am Freitag zur Langen Einkaufsnacht ein und öffneten bis 23 Uhr. Neben dem Einkaufsbummel konnten die Besucher manche Überraschung erleben. Modenschauen, Live-Musik, eine Hüpfburg und mehr sorgten für Unterhaltung.
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Angermünder Einkaufs- und Erlebnisnacht

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Zum 11. Mal feierten sie nun die lange Einkaufsnacht und verwandelten die Berliner und Rosenstraße in eine Sommernachtspartyzone. Fast alle Händler zogen mit und hängten an den langen Arbeitstag noch eine Nachtschicht mit zusätzlichen Aktionen dran. So zeigten die Boutiquen in der Rosenstraße bei Modenschauen die neuen Sommertrends. Für Durchblick mit Schick sorgte auch das Sehzentrum Drochner. In der Adlerapotheke konnte man sich zu  Hautpflege und Kosmetik beraten lassen. Bei den Marktfotografen konnte man T-Shirts bemalen, was vor allem bei Kindern gut ankam. Vor dem Reisebüro Zwerg stand das Glücksrad selten still. Der Pflegedienst Vivatas hatte Mitmachangebote für Kinder vorbereitet. Die Eltern konnten Bowle schlürfen. Tabak-Wenzel lockte mit Hochprozentigem an der Whiskybar.

Neue Geschäfte bereichern

Überhaupt war die Einkaufsmeile auch ein kulinarischer Bummel. So buk Bäcker Schreiber Flammkuchen, die Mosterei Klimmek mixte Fruchtdrinks und Erdbeerbowle. Das Hotel 1912 rückte vom Bahnhof in die Innenstadt und servierte eine in Angermünde bis dahin unbekannte Schlemmerei: Bao Bans, koreanische Burger mit gebratener Ente und scharfem Krautsalat. Auch neue Akteure waren dabei. Das Team von Orthopädiemeister Scherfel, der gerade erst eine Filiale in Angermünde eröffnete, beteiligte sich an der Einkaufsnacht, um  die Aktion kennenzulernen und für das nächste Jahr Ideen zu sammeln. Auch für Marek Mazurkiewiecz war es eine Premiere. Er hat im März einen polnischen Laden in Angermünde eröffnet und präsentierte originale polnische Delikatessen und echte polnische Gastfreundschaft. Von Bigos über verschieden gefüllte Piroggen bis zu eingelegtem Gemüse bog sich der Tisch vor dem kleinen Laden mit selbstgemachten Spezialitäten, wie sie in Polen traditionell für gute Gäste serviert werden. Als kostenlose Gabe. Die Angermünder waren begeistert und manche gaben freiwillig eine Spende. Die Neuen sind in Angermünde angekommen.

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