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Das Angermünder Seniorenzentrum am Stadtwall feiert ein Wohngebietsfest als Auftakt für das Projekt "Wir im Quartier".

Nachbarschaftsfest
Offene Türen für die Leute von nebenan

Daniela Windolff / 20.05.2019, 06:45 Uhr
Angermünde (MOZ) Wir sind gute Nachbarn! Diese selbstbewusste Aussage hört man im Angermünder Wohngebiet rund um die Jägerstraße jetzt wohl häufiger. Das hier ansässige Awo-Seniorenzentrum  setzte mit dem ersten Nachbarschaftsfest ein Zeichen für ein gutes Miteinander der Leute von nebenan und gab damit den Auftakt für das Projekt "Wir im Quartier". "Wir wollen uns stärker nach außen öffnen, neue Kooperationen schließen und gute Nachbarschaft im Wohngebiet leben", sagt Heimleiterin Karola Welke, die mit ihrem Team Gastgeber des Tages war.

Viele Nachbarn aus der Umgebung kamen, um einander kennenzulernen, gemeinsam zu feiern. "Ich wohne in der Schwedter Straße, also nicht weit weg. Das Fest ist eine tolle Gelegenheit, die Einrichtung kennenzulernen und neue Angebote zu schaffen." Doris Rose wohnt nebenan im Scharfrichterhaus und nutzte das Nachbarschaftsfest, um sich zu informieren und Bekannte zu treffen. "Wir werden alle alt. Es tut gut zu wissen, dass man dann nicht einsam ist." Auch das ist ein Anliegen des Nachbarschaftsfestes, Anonymität unter Nachbarn und Einsamkeit im Alter neue Konzepte entgegenzusetzen.

Auch andere Einrichtungen des Awo-Bezirksverbandes Brandenburg Ost waren zu Gast, ebenso die Wohnungsgenossenschaft Uckermark, Vertreter der Stadt und Vereine, die sich als Nachbarn und Partner verstehen. Und so wurde das Nachbarschaftsfest eine Begegnung der Generationen. In Angermünde wird das bereits gelebt. Julian Lossin, Lilly Röster und Svenja Pommerening, drei Schüler der 8. Klasse der Freien Oberschule Angermünde, sind im Seniorenzentrum am Stadtwall bekannte Gesichter. Die Jugendlichen hatten die Idee, in Vorbereitung ihrer Jugendweihe freiwillig im Seniorenheim zu helfen. Ein Jahr lang kamen sie alle drei Wochen nachmittags hierher, um mit den Bewohnern zu kochen, zu basteln, ihnen Zeit zu schenken. "Wir wollten zeigen, dass wir reif genug sind fürs Erwachsenwerden", sagt Julian. "Es hat großen Spaß gemacht. Die alten Leute hatten unglaublich viel zu erzählen", erinnert sich Svenja. "Wir würden gerne wiederkommen." Das ließ nicht nur Karola Welke freudig aufhorchen, auch die Gesichter der Bewohner strahlten. "Wir freuen uns über jede Abwechslung", bestätigt Hannelore Schindler. Die alte Dame erzählt von Erlebnissen, die ihr unvergesslich bleiben. So lud die Angermünder Feuerwehr Senioren zum Trödelmarkt ein. "Es war ein toller Tag und es zeigt, dass man mit guten Nachbarn viel erreichen kann", sagt Hannelore Schindler.

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