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Zum 60-jährigen Jubiläum Papier aus Schwedt feiert der größte Recyclingpapierhersteller Europas am 15. Juni ein Familienfest.

Jubiläum
Europameister Leipa lädt ein

Stolze Papiermacher: Christopher Michalak (l.) und Falk Friedrich von Leipa Schwedt an der größten und modernsten Papiermaschine für Wellpappendeckpapier in Europa.
Stolze Papiermacher: Christopher Michalak (l.) und Falk Friedrich von Leipa Schwedt an der größten und modernsten Papiermaschine für Wellpappendeckpapier in Europa. © Foto: Oliver Voigt
Michael Dietrich / 09.06.2019, 06:45 Uhr
Schwedt (MOZ) Es wird ein großes Familienfest, zu dem die Leipa Papierfabrik am kommenden Sonnabend einlädt. Der Tag der offenen Tür bietet nicht nur die Chance, alle vier großen Papiermaschinen bei laufendem Betrieb zu besichtigen, ebenso die neue Altpapieraufbereitungsanlage und Entfärbungsanlage. Die Leipa lädt auch zu Speis und Trank im großen Festzelt, zu Spiel und Spaß für Jung und Alt, zu Feuerwehrbesichtigung, Papierschöpfen, Kinderprogramm und einen Leipa-Showroom mit Produkten und einer Ausstellung zur Geschichte ein.

Der Papierhersteller hat allen Grund, sich stolz zu präsentieren. Leipa gibt es seit 170 Jahren, seit Georg Leinfelder die erste Papiermühle 1869 in Schrobenhausen übernahm. Leipa kann in Schwedt die erfolgreiche 60-jährige Geschichte des Papierstandortes feiern. Was mit dem Volkseigenen Betrieb Papier- und Kartonwerke Schwedt 1959 in der DDR aus dem Sandboden an der Oder aus dem Boden gestampft wurde, hat Leipa 1991 übernommen und später die  Papiermaschine für Zeitungsdruckpapier, die der Papiermacher Haindl 1993 direkt daneben errichtete, übernahm Leipa 2016 und baute sie zur modernsten Papiermaschine für Wellpappenpapier um. Insgesamt wurde in Schwedt mehr als eine Milliarde Euro in Technik und Mitarbeiter investiert.

Mittlerweile ist Leipa mit seiner  Produktionskapazität in Schwedt von 1,2 Millionen Jahrestonnen  Papier ausschließlich aus Altpapier einer der bedeutendsten Papierproduzenten Europas und sogar Marktführer für die Papier für Wellpappen auf 100 Prozent Recyclingbasis. Leipa beschäftigt gemeinsam mit seiner Logistik-Gesellschaft rund 1000 Mitarbeiter in Schwedt.

Viele der Mitarbeiter werden auch am Tag der offenen Tür dabei sein, in der Tageschicht an den Maschinen und als Helfer für Einlass, Einweisungen oder Erklärungen. Leipa hatte zuletzt vor acht Jahren einen Tag der  offenen Tür, UPM 2015. Mittlerweile hat sich viel im Werk verändert, wachsen zwei Betriebe immer mehr zu einem zusammen, wurde neu- und umgebaut. Entsprechend groß schätzt Leipa das Interesse der Schwedter ein, diese vereinigte, erweiterte und modernisierte Papierfabrik und vor allem die neue, genau vor einem Jahr in Betrieb gegangene Papiermaschine 5 einmal mit eigenen Augen zu sehen. Der Gigant, hinter dem ganze Flugzeuge verschwinden könnten und der pro Minute 1200 Meter Papier in einer Breite von 8,50 Meter produziert, ist beeindruckend. Aber auch laut, weshalb Mitarbeiter Ohrstöpsel an die Besucher verteilen.

Von 10 bis 16 Uhr steht das Gate West, der alte Haupteingang, für Besucher offen. Dort enden und starten auch die Shuttle-Busse, die alle 15 Minuten zwischen Busbahnhof, Uckermärkischen Bühnen und Leipa pendeln. Wo früher der Werksverkauf von Tapeten stattfand, hat Leipa gerade ein neues Konferenzzentrum eingerichtet. Im Werk können die Besucher mit Hilfe von Wegweisern zu den Maschinen und Anlagen laufen. Leipa rät zu festem Schuhwerk und kleinere Kinder an der Hand zu halten. Vom Festzelt hinter der Produktionshalle der Papiermaschine 5 können die Besucher das Werk über das Gate North, alter UPM-Eingang, verlassen und mit kleineren Shuttle-Bussen wieder zum Gate West gelangen.

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