Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Uckermärkische Sportlerfamilie feiert "25 Jahre Kreissportspiele" mit Festveranstaltung in Prenzlau. Mitstreiter der ersten Stunde werden in der Scherpf-Aula begrüßt.

Sportjubiläum
Jährlich mehr als 2000 Mitstreiter

Jörg Matthies / 12.06.2019, 06:30 Uhr
Prenzlau (MOZ) Mehr als 60 000 Teilnehmer hat die Kreissportjugend in zweieinhalb Jahrzehnten Kinder- und Jugend-Sportspiele in der Uckermark gezählt – und dieses beileibe nicht nur sportliche Jubiläum mit einer Festveranstaltung in der Aula des Prenzlauer Scherpf-Gymnasiums würdig begangen.

Macher der ersten Stunde und Helfer der Jetzt-Zeit waren genauso eingeladen wie Sportarten-Verantwortliche, Übungsleiter und Trainer sowie politisch Verantwortung tragende aus dem gesamten Kreisgebiet. "25 Jahre Repräsentieren der gesamten uckermärkischen Sport-Vielfalt mit jährlich 2000 und mehr Teilnehmern – das ist seit 1994 ein gelungenes Gemeinschaftsprojekt", würdigte die Vorsitzende der Kreissportjugend, Marina Schulz, zu Beginn der Veranstaltung.

Sie begrüßte "Aktivisten der ersten Stunde" wie Leichtathletik-Coach Diethard Mieß aus Schmölln oder den damaligen Landrat Joachim Benthin und übergab den symbolischen Staffelstab zur gut halbstündigen Festrede an den ehemaligen Kreissportbund-Vorsitzenden Joachim Kolloff, der bis heute in der Organisationsgruppe Kreissportspiele mitwirkt.

Drei Sportarten immer dabei

Der Lychener hob vor allem vier Dinge hervor, welche die Sportspiele bis heute so erfolgreich machen. Da sei der unbedingte Wille in Nachwendezeiten gewesen, den außerunterrichtlichen Sport auch ohne die "Spartakiade-Bewegung" fortzusetzen. Die Plätze seien voll gewesen bei der Sportspiele-Premiere unter anderem mit Leichtathletik, Schwimmen, Handball, Radsport.

Einige traditionelle Sportarten wie Schwimmen und Radsport hätten die 25-jährige Tradition allerdings nicht durchgestanden und stünden längst nicht mehr im Programm.

Mit der Gründung des Großkreises Uckermark sei eine nächste wesentliche Voraussetzung für die kreisweite Austragung der Wettbewerbe geschaffen worden. Verantwortungsträger wie Joachim Benthin und seine Landrat-Nachfolger hätten stets nach Kräften unterstützt. Dass sogenannte Sportarten-Obleute etabliert wurden, wertete Kolloff als weiteren wichtigen Punkt. Und schließlich sei das Einführen der Hauptamtlichkeit in Kreissportbund und -sportjugend (bis heute Heike Hellwig-Kluge und Sylvia Konang) unabdingbar für das monatelange, umfangreiche Organisieren der Rahmenbedingungen für die Sportspiele gewesen.

20 Sportarten habe es insgesamt bisher in den 25 Sportspiel-Jahren gegeben, nur drei seien immer im Programm gewesen, bilanzierte Joachim Kolloff: Leichtathletik, Handball und Tischtennis. Für die Zukunft sei nichts festgeschrieben. Gerade der Wegfall solcher Traditionssportarten wie Volleyball und Schwimmen sei schon bitter, meinte der Ex-KSB-Chef.

Als beeindruckend hob er die Zahl von über 60 000 Startern in all den Jahren hervor. Alle konnten dabei "das Gewinnen genauso lernen wie das Verlieren, vor allem aber das faire Miteinander". Als einen der emotionalen Höhepunkte benannte Kolloff den Fackellauf 2004 von Schwedt über Angermünde, Schmölln und Prenzlau zu den Leichtathletik-Wettbewerben in Templin.

Marina Schulz dankte Joachim Kolloff für seine "Zeitreise mit Denkanstößen", hob hervor, dass in all den Jahren eine große Sportspiele-Familie bis hin zu immer mehr werdenden Eltern und Großeltern als Fans der Teilnehmer und zuverlässige Unterstützer einschließlich der regionalen Medien entstanden ist.

Als symbolisches Dankeschön gab es für viele Macher und Unterstützer aus den zurückliegenden zweieinhalb Jahrzehnten eine Ehrenplakette zum Jubiläum plus ein kleines Blümchen. Ein anschließender Imbiss mit vielen Gesprächen und Erinnerungen rundete die Festveranstaltung in der Kreisstadt ab.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG