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Fußball
Nun wird es richtig eng für die Angermünder

Nur aufgeschoben: Angermündes Torsteher Kevin Oppelt kann diesen Schuss des Premnitzers Lukas Block noch abwehren – am Ende musste er dennoch vier Mal hinter sich greifen. Der AFC am Boden – kann er mal aufstehen?
Nur aufgeschoben: Angermündes Torsteher Kevin Oppelt kann diesen Schuss des Premnitzers Lukas Block noch abwehren – am Ende musste er dennoch vier Mal hinter sich greifen. Der AFC am Boden – kann er mal aufstehen? © Foto: Oliver Voigt
Jürgen Kern / 17.06.2019, 02:15 Uhr
Angermünde Stand jetzt müsste der Angermünder FC absteigen. Nach torlosem ersten Abschnitt kassierten die Uckermärker am Sonnabend ein Heim-0:4 gegen Chemie Premnitz. Und dann folgten schlechte Nachrichten aus dem Süden.

Trotz des eindeutigen Resultats hielt der Gastgeber die spielstarken Premnitzer lange auf Abstand. Von Anfang an waren die Hausherren im Gegensatz zum Schwedt-Spiel ohne Leichtsinnsfehler und frei von übermotiviertem Einsatz. Der schnelle Marvin Krause und der wendige Sebastian Krumbholz forderten aber Angermündes Defensive. Die Heim-Elf besaß durch Ian Beckmann ihre besten Szenen. Mit einem Distanzschuss nach Zuspiel von Eric Ziese setzte Beckmann auch das erste Achtungszeichen (8.).

Vor und nach der ersten Trinkpause gab es hüben wie drüben nur Ansätze von Möglichkeiten. Dann hielt der aufgerückte Martin Rakoczy aus 25 Metern mal drauf – Verteidiger Max Reinefeldt konnte auf der Linie klären.

Franke vergibt Ausgleichschance

Die verheißungsvollste Szene gelang den Platzherren kurz vor der Pause: In Beckmanns Flanke hechtete Tobias Schuchert hinein, aber das Leder flog am Chemiker- Gehäuse vorbei. Nach Wiederbeginn wurde Tony Franke zum auffälligsten AFC-Angreifer, er setzte sich aber nicht entscheidend durch (48.). Noch vor der zweiten Hitzepause wurde er zur tragischen Figur: Völlig frei im Strafraum brachte er das Leder nicht an Keeper Felix Baitz vorbei (66.). Es wäre das 1:1 gewesen, denn gut zehn Minuten zuvor hatte sich Krause im Ribery-Stil durchgesetzt. Keiner griff ihn an, als er von der Strafraumgrenze den Ball zum 0:1 ins Eck nagelte.

Der Ernüchterung nach Frankes Flop folgte die zweite: Ein 25-Meter-Flachschuss von Dominik Bradburn schlug zum 0:2 ein (67.). Nach der Trinkpause kamen die geschockten Angermünder nicht wieder auf die Beine. Schon bis dahin war mitunter das ungenügende Zweikampfverhalten zu bemängeln. Dann konnte der eingewechselte Martin Kämke seinen Widersacher nicht stellen. Daraus entwickelte sich das 0:3. Eric Thomas Sagewka zielte auf Keeper Kevin Oppelt – der ließ den Ball zu Lukas Block abprallen, welcher mühelos vollendete.

Das 0:4 (82.) durch Krumbholz unterstrich nur noch die eingetretene Starre. Zuallerletzt kam dann noch die schlechte Nachricht vom Schliebener Sieg in der Südstaffel – so können die Angermünder nicht mehr aus eigener Kraft den Abstieg vermeiden.

So müsste es laufen für Angermündes Klassenerhalt

Variante 1 – mindestens Platz 14 in der Nord-Staffel: Dafür darf man das letzte Spiel in Wittstock nicht verlieren – für den AFC würde es dann reichen, wenn Einheit Perleberg zu Hause gegen den Pritzwalker FHV (16.) unterliegt. Oder: Der AFC gewinnt in Wittstock – dann müsste der FK Hansa aber auch am Mittwoch sein Nachholspiel daheim gegen Hennigsdorf verlieren oder Perleberg höchstens einen Punkt holen.Variante 2 – als 15. besser als der Süd-15.: Auch dafür darf der AFC auf keinen Fall verlieren. Spielt er Remis, müsste der TSV Schlieben (wie die Uckermärker derzeit mit 29 Punkten, aber dem wesentlich besseren Torverhältnis) bei Tabellenführer Eintracht Miersdorf/Zeuthen verlieren. Holt Schlieben einen Punkt, muss der AFC gewinnen; siegt Schlieben, ist diese Va-­riante unmöglich. ⇥jm

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