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Unwetterschäden
Schleuse Zaaren bleibt länger blockiert

Die über 100 Jahre alte Schleuse Kannenburg.
Die über 100 Jahre alte Schleuse Kannenburg. © Foto: Lisa Ducret/dpa/ZB-Funkregio Ost
dpa / 21.06.2019, 14:06 Uhr
Templin (dpa) Die Sperrung der Schleuse Zaaren an der Oberen Havel sorgt in dieser Saison für Millionenschäden bei Unternehmen des Wassertourismus. Nun verlängert sich die Bauzeit an der Schleuse erneut.

Infolge von Unwetterschäden zieht sich die Sanierung der Schleuse Zaaren an der Oberen-Havel-Wasserstraße länger hin als geplant. Ein Blitzeinschlag in ein Betonwerk in Templin habe dort die Steuertechnik komplett zerstört, teilte das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Eberswalde am Freitag mit. Zudem mussten die Arbeiten zur Betonierung wegen Starkregens mehrfach unterbrochen werden. "Infolge der Ereignisse und des dadurch erheblich gestörten Bauablaufes hat der Auftragnehmer mitgeteilt, dass der Termin zur Verkehrsfreigabe am 1. 8. 2019 nicht mehr zu halten ist", teilte das WSA mit. Ein neuer Termin solle baldmöglich bekannt gegeben werden.

Durch die Sperrung der Schleuse ist die Mecklenburger Seenplatte nicht mehr auf direktem Weg auf Wasserstraßen vom Berliner Raum aus erreichbar. Ein möglicher Umweg führt über die Untere Havel, die Elbe und die Elde-Müritz-Wasserstraße und ist mit mehr als 400 Kilometern fast doppelt so lang wie der direkte Weg über die Obere Havel. Die Seenplatte ist ohne Einschränkungen befahrbar.

Der Blitzeinschlag in das Betonmischwerk sei zweifellos höhere Gewalt, sagte Peter Heydenbluth, Präsident der Industrie- und Handelskammer Potsdam und Sprecher des Bündnisses für Wasserstraßen am Freitag. "Dennoch kostet die erneute Verlängerung der Sperrzeit die betroffenen Unternehmen nun endgültig die Saison und ist der sprichwörtliche Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringen und sie in ihrer Existenz erschüttern dürfte."

Bei einer Sperrung der Schleuse bis zum 1. August hätten die betroffenen Unternehmen bereits einen Verlust von 2,1 Millionen Euro errechnet, sagte Heydenbluth. "Der Schaden dürfte nun wohl noch höher ausfallen." Hinzu kämen weitere Ausfälle bei der Gastronomie, dem Handel und in der Freizeitwirtschaft.

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Verlust Peter Heydenbluth Schleuse Potsdam Sperrung

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