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Jugendliche aus mehreren Bundesländern schnuppern im Angermünder Bildungswerk in Berufe mit Zukunft.

Future Camp
Spaß am kniffligen Tüfteln

Kerstin Unger / 11.07.2019, 06:30 Uhr
Angermünde (MOZ) Im Angermünder Bildungswerk herrscht auch in diesen Sommerferien wieder junges Leben. Hier sind in dieser Woche 21 Mädchen und Jungen zwischen 13 und 18 Jahren zu Gast, um in Berufe mit Zukunft hineinzuschnuppern und gemeinsam ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm zu erleben. Die kostenlosen Future Camps finden als Verbund-Projekt mit der Handwerkskammer Frankfurt (Oder) und der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde statt.

Am Sonntag reisten die Jugendlichen aus verschiedenen ostdeutschen Bundesländern an und starteten am Montag in zwei Gruppen in die Welt der Wirtschaft, sowohl theoretisch als auch praktisch. Für neun Teilnehmer ging es unter dem Thema "Searching for energie" um Energiegewinnung, Stromquellen der Zukunft und nachhaltigen Umgang mit Energie. Die zweite Gruppe "Cybercraft" befasste sich mit der Digitalisierung im Arbeitsprozess. Die Jugendlichen waren gefordert, sich Gedanken über Prozesse zu machen, auszuprobieren und zu experimentieren, zum Beispiel, wie Wasser mit Sonnenenergie erwärmt werden kann.

Recherche bei den Profis

Nach der Theorie kam die Praxis. So wurde auch bei Profis recherchiert. Zum Beispiel auf dem Gut Kerkow, wo die Mädchen und Jungen nicht nur die Funktionsweise der Biogasanlage kennenlernten, sondern auch mehr über verschiedene Berufe, nachhaltige Bewirtschaftung und kurze Transportwege erfuhren. Viel Zeit nahmen sich auch die Mitarbeiter der Prenzlauer Firma Aleo Solar, wo bei einer Führung jede Menge Fragen beantwortet und auch kritische Dinge offen angesprochen wurden. "Man hat gemerkt, dass die Schüler durch den Einstieg gut vorbereitet waren", lobte Projektmitarbeiterin Stefanie Ellner, die mit zwei Kolleginnen die Energie-Gruppe betreute. Beeindruckend bei Aleo Solar war besonders, Roboterarme bei der Arbeit einmal live zu erleben, berichtete Steve Gütgemann, der mit Kollegen die Projektgruppe Cybercraft betreute. Diese hatte die Aufgabe, ein Windrad zu bauen und mit einem 3-D-Drucker ein Teil dafür herzustellen. Außerdem musste ein Video darüber hergestellt werden. Am Dienstag und Mittwoch wurde dann rund um Windkraft und Sonnenenergie-Nutzung experimentiert und gebaut. Mittwochnachmittag stand für alle gemeinsamer Floßbau am Wolletzsee auf dem Programm.

Spiel, Spaß und gute Freunde

Heute, am Abschlusstag, müssen die Gruppen zeigen, was sie gelernt haben. Dazu gab es eine fiktive Situation: Es ist 2024. Gegen ein zweites Ozonloch über Europa muss ein Schutzschild geschaffen und dafür mit digitaler Unterstützung Energie gewonnen werden. Dafür gilt es Lösungen finden und die Kommunikation aufrecht zu erhalten. Dinge, die auch im späteren Berufsleben wichtig sind.

Spiel und Spaß kamen bei allem Tüfteln nicht zu kurz. Freundschaften wurden geknüpft, alte gefestigt wie bei Raphael Ludewig aus Templin und Chris Rubandt aus Berlin, die schon voriges Jahr dabei waren und über eine WhatsApp Gruppe Kontakt halten. Tischtennis-Matches waren der absolute Renner. Dienstag gab es eine Nachtwanderung um den Mündesee.

Weitere Durchgänge des Future Camps, das vom Europäischen Sozialfonds gefördert wird, finden auch wieder in Eberswalde und Hennickendorf statt.

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