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Gosia Pietron hat als Kangatrainerin ihre Berufung gefunden und verhilft jetzt Frauen vor und nach der Entbindung zu Wohlbefinden und Kondition.

Gesundheit
Fitness für Mutter und Kind

Bewegung zu zweit: Zur Musik machen die Mütter sich nach der Schwangerschaft mit Kanga-Trainerin Gosia Pietron wieder fit. Auch den Kindern macht das Training Spaß. Ganz oft schlafen sie dabei ein und nach der Übungsstunde gleich weiter. Jeden Mittwoch findet der Kurs im Haus der Generationen im Friedenspark statt.
Bewegung zu zweit: Zur Musik machen die Mütter sich nach der Schwangerschaft mit Kanga-Trainerin Gosia Pietron wieder fit. Auch den Kindern macht das Training Spaß. Ganz oft schlafen sie dabei ein und nach der Übungsstunde gleich weiter. Jeden Mittwoch findet der Kurs im Haus der Generationen im Friedenspark statt. © Foto: Oliver Voigt
Kerstin Unger / 12.07.2019, 06:15 Uhr
Angermünde (MOZ) Muttis mit ihren Babys im Tragegurt sind im Alltag schon ein gewohntes Bild. Körpernähe und Kuscheln tun Mutter und Kind gut. Doch dass die Mama mit ihrem Kind im oder vor dem Bauch auch tanzt und turnt, ist noch nicht überall bekannt. 2008 hat die Wiener Tänzerin Nicole Pascha das Zertifikat zur pre-, postnatalen Trainingsspezialistin erworben und das Kangatraining entwickelt. Seitdem hat sie viele andere Trainerinnen ausgebildet.

Eine von ihnen ist die Joachimsthalerin Gosia Pietron, die in Schwedt aufwuchs. Sie hat in Berlin Design studiert und war oft an den Wochenenden unterwegs auf Märkten. "Als ich vor drei Jahren meinen Sohn bekam, konnte ich den Beruf nicht mehr ausüben. Schmuckdesign ist heute mein Hobby", erzählt die 35-Jährige. Der Kangakurs, den sie mit ihrem Nachwuchs in Eberswalde besuchte, hat ihr so viel Spaß gemacht, dass sie dem Rat ihrer Trainerin folgte und sich selbst zur Trainerin ausbilden ließ. "Der erste Mutter-Kind-Sport der Welt hat hohe Qualitätsstandards. Kanga ist nicht nur Gymnastik, sondern auch viel Tanz und Beckenboden-Training. Wir achten auf gesundes Tragen und sind auf mögliche Probleme bei Schwangeren oder Müttern mit und ohne Kaiserschnitt eingestellt", sagt sie. Ebenso gibt es verschiedene Levels bei der Fitness und eine individuelle Beratung für jede Frau.

Die Uckermark gehört zu den Vorreitern des Kanga-Trainings. Im vergangenen Jahr stellten sich die Trainerinnen auch auf der Hochzeitsmesse in Prenzlau vor. Mittlerweile geben sie Kurse in Angermünde, Schwedt, Prenzlau, Eberswalde und Bad Freienwalde.

Seit Herbst 2018 bietet Gosia Pietron Kurse im Haus der Generationen in Angermünde an. Der Bedarf ist da. Zwischen acht und zehn Mütter treffen sich wöchentlich mit ihren Babys. Es geht los mit Bodenübungen, danach wird mit den Kindern in der Trage getanzt. Das stärkt den Muskelaufbau und die Standfestigkeit bei der Mutti und macht selbst den Kleinen Spaß. Babyweinen hört man hier kaum. Zum einen ist Stillen zwischendurch immer möglich. Und oft schlafen die Kinder beim Kanga ein und danach gleich weiter. "So können sich die Muttis einen Dreiviertelstunde lang völlig auf sich konzentrieren", erklärt die Trainerin.

Picknick nach dem Training

Für Abwechslung sorgen auch mal Picknicks nach der Trainingsstunde. In der vorigen Woche tanzten die Frauen verkleidet im Stil der 1980er- und 90er-Jahre nach der passenden Musik. Das brachte Spaß und ganz schönen Muskelkater, berichten die Muttis.

Ein Kanga-Kurs dauert jeweils acht Wochen. Viele Frauen verlängern. Solange die Kleinen in den Tragesitz passen, ist das auch kein Problem. Mit sechs oder sieben Monaten strampeln sie auf dem Rücken mit. Anne Fleske ist mit ihrer neun Monate alten Tochter Annie schon seit Januar dabei. "Mich begeistert die Herzlichkeit und Fröhlichkeit, mit der Gosia jede Woche in den Kurs kommt. Ihr Lachen ist ansteckend. Es macht Spaß, so zu trainieren und meine Annie genießt es, zu Musik und Bewegung in der Trage friedlich zu träumen. Selbst meine große Tochter Emma macht ab und an mal mit und findet es klasse", verrät sie. Es sei auch anstrengend, das Training jede Woche durchzuziehen", meint Anika Jihlawez. "Aber man fühlt sich selbst fitter und ausgeglichener." Sie ist mit Söhnchen Philip schon zum zweiten Mal dabei.

Trainerin Gosia Pietron hat nie bereut, den Beruf gewechselt zu haben. "Die Arbeit mit jungen Müttern und Babys wird mir immer Spaß machen. Und ich selbst halte mich dabei auch fit."

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Fitness Gosia Pietron Tragegurt Anika Jihlawez Körpernähe

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