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Am Sonnabend starten die Uckermärkischen Musikwochen in Templin.

Konzertauftakt
Seltene Instrumente an ungewöhnlichen Orten

Symbolfoto: pixabay
Symbolfoto: pixabay © Foto: pixabay
Oliver Schwers / 09.08.2019, 19:31 Uhr
Templin (MOZ) Der Ort ist nicht von ungefähr ausgewählt: Im traditionsreichen und jetzt leer stehenden Joachimsthalschen Gymnasium Templin starten am Sonnabend die diesjährigen Uckermärkischen Musikwochen. Das große und berühmte Bauensemble soll eine Europaschule werden und braucht dafür Aufmerksamkeit. Also passt es, dafür das erstklassige Prager Barockorchester Ensemble Musica Florea einzuladen. Zum Eröffnungskonzert "MAG-NIFICAT" erklingt der "Stile Moderno" in der Musik von Claudio Monteverdi bis zu Johann Sebastian Bach. Beginn ist um 19 Uhr.

Das Ensemble wurde von dem Cellisten und Dirigenten Marek Štryncl im Jahr 1992 gegründet und gehört damit zu den ersten tschechischen Ensembles, die sich um die stilistisch und historisch informierte angemessene Musikinterpretation bemüht.

Der Sonntag gilt dem Ort Fürstenwerder. Hier gibt es – wie in jedem Jahr üblich – gleich mehrere Konzerte nacheinander in einem Dorf oder einer Stadt. Dieser ungewöhnliche Marathon widmet sich gleichermaßen ungewöhnlichen Instrumenten, die nicht so häufig zu erleben sind. Start ist um 15 Uhr im Antiquariat Nils Graf. Franja Kocnik aus Slowenien spielt auf der Zither Musik von Bach, Žiga Stanic, Francisco Tárrega, Fredrik Schwenk, Simon Schneider, Harald Oberlechner, Anton Smetak, Mark Pogolski, Thomas Robinson und Janez Dovc.

Zink, Glocken und Zugtrompete

Die nächste Etappe folgt um 17 Uhr in der Heilands-Kirche. Thomas Friedlaender (Dresden), lässt Zink, Zugtrompete, Glocken, Trommeln und Gesang hören und zeigt, dass alte Klänge so vital sind, wie er es als Spieler zulässt. Er hat sich auf ein ungewöhnliches Experiment eingelassen und spielt Musik des späten Mittelalters und der Renaissance auf historischen Instrumenten.

Ab 19 Uhr stehen im Kultursaal Fürstenwerder Arien Händels im Kontext einer transkulturellen Begegnung der abendländischen mit der persischen Musiktradition. Ausgehend von einer Auswahl aus den "Neun deutschen Arien" Händels und aus dessen Oper "Xerxes" werden fließende Übergänge in persische Musikstücke, in beide Kulturen verknüpfende Improvisationen und Klangwelten geschaffen. Claudia van Hasselt befasst sich seit einigen Jahren mit der Gesangstradition der persischen Musik und der Suche nach gemeinsamen Wurzeln.

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