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Landespokal
Wunschgegner heißt jetzt natürlich Energie Cottbus

Machte den Sack zu: Danny Blume (vorn) erzielte Gramzows 3:1 gegen Ahrensfelde.
Machte den Sack zu: Danny Blume (vorn) erzielte Gramzows 3:1 gegen Ahrensfelde. © Foto: Carola Voigt
Jürgen Kern / 13.08.2019, 06:00 Uhr
Gramzow Das einzige uckermärkische Landesklasse-Team im Landespokal hat für einen echten Paukenschlag gesorgt: Wer sich an den bravourösen Auftritt des AFC vor zwölf Monaten gegen Oberligist FC Strausberg in der ersten Runde erinnert, der hat nun beim 3:2 des VfB gegen Landesliga-Mitfavorit Grün-Weiß Ahrensfelde erneut eine Werbung für den Uckermark-Fußball erlebt.

Das 1:0 (7.) war der frühe Lohn für den Außenseiter. Aus der Tiefe schlug Enrico Bressel seinen ersten mustergültigen Pass auf Danny Blume, der auf Bruder Marcel weiterleitete. Wie der dann den Ball behauptete und sich auch noch Torwart Dominik Vollmer "ausguckte", war einfach klasse. Allmählich fanden die Grün-Weißen ins Spiel: Nick Meißner versuchte es aber erfolglos aus 20 Metern.

Auf der Gegenseite machte Bressel nach Foul am wieselflinken Felix Marschke den Pfosten zur Zielscheibe. Dann war es Marc-Nelson Grzyb vorbehalten, mit einem abgefälschten Freistoß die Gäste-Erfolglosigkeit zu beenden (1:1/32.).

Fünf Minuten vor Ende des ersten Abschnitts wurde erneut sichtbar, wie gut Marcel Blume und Marschke zusammen kombinieren können – Marschke schob das Leder letztlich zum 2:1 am mehrmals unglücklich agierenden Keeper vorbei (40.). Kurz vor dem Pausenpfiff hätte Marcel Blume sogar den dritten Treffer setzen können – aufgeschoben. Denn gleich nach Wiederbeginn wurde erneut Danny Blume auf die Reise geschickt. Er behauptete das Leder geschickt und nahm aus spitzem Winkel Maß – vom Innenpfosten sprang das Leder zum 3:1 in den Kasten (47.).

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Die Gramzower zogen ihr Ding durch. Marschke und Felix An-­dres besaßen weitere Möglichkeiten. Bei den Grün-Weißen fehlte in dieser Phase einfach der nötige Zug zum Tor. Der unermüdliche Einsatzwille der Gramzower machte ihnen zu schaffen, sodass sie selten ein kontrolliertes Spiel aufziehen konnten, zumal der VfB im körperbetonten Spiel mit gleicher Münze zurückzahlte.

Beeindruckend war zum Beispiel, wie sich Miguel Hartwig einsetzte oder wie Marschke auch schier hoffnungslosen Bällen hinterherjagte. Ahrensfelde war sicherlich angeknockt, aber dennoch nicht k.o: Den Beweis trat der Gast an, als Keeper Mateusz Silewicz ein Gäste-Geschoss abwehren musste. Die anschließende Ecke köpfte der in der Mitte allein gelassene Thomas Illig zum 3:2 ein (83.).

Das war es. Die drei Nachspielminuten verliefen torlos. Zurück blieben eine jubelnde Fangemeinde von 250 Zuschauern und enttäuschte Randberliner. Sehr sportlich bekannte aber deren Trainer Jürgen Beyer: "Gramzow hat verdient gewonnen." (jke)

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Und nun? Die Angermünder sind ja 2019 in der zweiten Runde gegen Energie Cottbus nach großem Spiel ausgeschieden. Na klar: Diesen Gegner wünscht sich in der nächsten Runde auch der VfB!

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