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Die Idee, zwischen Berlin und Stettin ein Reallabor zu errichten, soll Startups und Studenten, Technologie und Ansiedlungen nach Schwedt locken.

Zwischen Metropolen
Neuer Innovations-Campus soll in Schwedt entstehen

Michael Dietrich / 13.08.2019, 06:45 Uhr - Aktualisiert 13.08.2019, 11:44
Schwedt (MOZ) Der offizielle Titel des Projektes lautet "Innovations Campus Schwedt in der Metropolregion Berlin/Stettin – das Reallabor". In Kooperation von Wissenschaft, Schulen, Startups und Industrie soll so etwas wie eine kleine Hochschule in Schwedt entstehen, die vor allem die Nähe zur Industrie nutzt.

Nähe zur Industrie und Hochschule

In dem Reallabor können Studenten und Startups das, was sie vorher im Kleinen, in der Theorie oder im Labor entwickelt haben, nun in der Realität ausprobieren, großtechnisch ausreifen lassen oder umsetzen. Startups, die in Berlin oder Stettin an die Grenzen stoßen, finden am Campus Schwedt die Nähe zur Industrie und deren technisches Umfeld, zu Professoren und Lehrkräften mehrerer Hochschulen, die in Schwedt Studenten in Praxissemestern oder in Forschungsaufträgen betreuen.

Vor allem aber finden sie günstigen Wohnraum in der Nähe und verfügbare Ansiedlungsfläche in den Industriegebieten von Leipa und PCK. So stellen sich die Ini-­tiatoren die Vorteile eines Innovations Campus Schwedt vor.

An einem Standort wie der Waldsportanlage, die nach dem Abschluss des Ausbaus Sportkomplex Heinrichslust bis auf die Kegelanlage ungenutzt sein wird, soll eine Anlage mit einem Komplex von Gebäuden entstehen, die wie bei einer Hochschule zusammengehören und einen Campus bilden. Der Schwedter Campus soll Studenten und Startups die Chance ermöglichen, ihre Ideen oder neuen Technologien, die sie im Umfeld von Hochschulen in Berlin, Eberswalde, Stralsund, Greifswald oder Stettin entwickelt haben, nun real umzusetzen, zu erproben oder in einen industriellen Prozess überzuleiten.

Dafür bietet Schwedt genau in der Mitte zwischen der Millionenstadt Berlin und der Metropolregion Stettin mit mehr als 1,5 Millionen Menschen all das, was in den Großstädten knapp ist: Anbindung an die Industrie, Platz für neue Anlagen sowie günstige Ansiedlungs- und Wohnbedingungen.

Wohnen und Arbeiten vor Ort

Konkret geplant sind auf dem Campus ein Seminar- und Vorlesungsgebäude mit Büros, Gruppen-, Technik- und Werkräumen, eine Caféteria, ein Technikum mit Laboren, Werkhalle, Lager und Duschen sowie ein Appartment- Haus zum Wohnen mit Kindergarten, Fitnesscenter sowie im Außenbereich Fußball-, Beachvolleyball- und Grillplatz. Schätzungen zufolge soll so ein Campus 27 Millionen Euro kosten.

Initiator und Auftraggeber der ersten zu Papier gebrachten Vision ist die Papierfabrik Leipa. Geschäftsführer Peter Probst kann sich auch vorstellen, dass Weiterbildungen und Qualifizierungen von Mitarbeitern künftig am Campus Schwedt stattfinden und nicht mehr weit weg. Die Stadt Schwedt bereitet derzeit einen ersten Förderantrag für das Projekt vor. Unternehmen wollen morgen einen Förderverein für den Innovations Campus gründen. Ob und wann der Campus real wird, das ist völlig unklar.

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