Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Heiße Temperaturen bescheren der Uckermark viele Feuer in der Ernte, im Wald und auf Vegetationsflächen.

Gefährlich
Doppelt so viele Hitze-Brände in der Uckermark

Einer von vielen Flächenbränden: In langen Hitzeperioden nimmt die Gefahr eines Feuers rasant zu.
Einer von vielen Flächenbränden: In langen Hitzeperioden nimmt die Gefahr eines Feuers rasant zu. © Foto: Oliver Voigt
Oliver Schwers / 11.09.2019, 06:00 Uhr
Angermünde (MOZ) In trockenen Jahren nimmt die Brandgefahr rasant zu. Das merken Feuerwehren der Uckermark. Im vergangenen Dürrejahr hat sich die Zahl der Brände auf das Doppelte im Vergleich zu 2017 erhöht. Das geht aus dem Jahresbericht des Kreisbrandmeisters hervor. Demnach mussten die Löscheinheiten in 451 Fällen zu Bränden ausrücken. Dabei wurden fünf Menschen gerettet. Es gab 41 Vorfälle, die als Großbrand eingestuft wurden.

Im gesamten Landkreis ereigneten sich im vergangenen Jahr 97 Ernte-, Wald- beziehungsweise Vegetationsbrände, die auf die akuten Witterungsbedingungen mit extrem heißen Temperaturen zurückzuführen sind. In Flammen standen auch Erntemaschinen.

Rauchmelder retten Leben

Doch erschreckenderweise ist die Zahl der gefährlichen Wohnungsbrände fast genauso hoch. Hier soll nach Angaben der Kreisverwaltung vor allem Unachtsamkeit im Umgang mit offenem Feuer und menschliches Fehlverhalten wichtigste Ursache gewesen sein. Der Kreisbrandmeister warnt: In Zukunft müsse wieder mehr Aufklärung im Hinblick auf die Brandschutzerziehung gelten. Gerade bei Wohnungsbränden habe sich aber gezeigt, dass Rauchmelder, die ab 2020 Pflicht werden, Leben retten können. Nur weil viele schon installiert sind, habe man zahlreiche Brände zeitnah erkennen und bekämpfen können. Es gab 2018 keine Toten durch Brände.

Allerdings sieht das bei technischen Hilfeleistungen ganz anders aus. Bei Verkehrsunfällen kam für acht Menschen jede Hilfe zu spät. Insgesamt ist die Zahl der technischen Hilfeleistungen mehr als doppelt so hoch wie die Zahl der Brandeinsätze. Einen großen Teil machen Verkehrsunfälle aus. Aber auch Ölspuren auf Straßen beschäftigen die Feuerwehren permanent. Hinzu kommen Hilfeleistungen, um Türen von Wohnungen und Häusern zu öffnen, wenn sich Menschen in Notsituationen befinden.

Insgesamt gab es 247 Fehlalarme. Etwa die Hälfte entstanden durch Brandmeldeanlagen.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG