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Lichtgitter Treppen GmbH & Co. KG Blumberg zieht um und nimmt Mitte nächsten Jahres die Produktion in Pinnow auf.

Schlüsselübergabe
Neuzugang im Industriegebiet

Kerstin Unger / 07.11.2019, 06:30 Uhr
Pinnow (MOZ) Im ehemaligen Betriebsgebäude der Firma Haticon im Pinnower Industrie- und Gewerbegebiet wird bald wieder produziert. Nach dem Rückzug von Haticon im Frühjahr 2016 hat die Lichtgitter Treppen GmbH & Co. KG aus Blumberg die Immobilie erworben und wird ihren Standort bis Mitte nächsten Jahres nach Pinnow verlegen. Am Montag fand die Schlüsselübergabe statt. Geno Shulew, Geschäftsführer Finanzen der Hydro Bilding System Germany GmbH, kam dazu eigens aus Ulm angereist. "Der Standort Pinnow der Haticon Gesellschaft in Offenburg ist ordnungsgemäß abgewickelt worden. Seitdem stand die Liegenschaft zum Verkauf", sagte er und dankte dem Amt Oder-Welse, das dabei unterstützend zur Seite stand.

Amtsdirektor Detlef Krause begrüßte mit Geschäftsführer Jan Ewigmann den neuen Hausherren. Zum Einstand hatte er als Geschenk eine Linde mitgebracht. "Sie passt zum Thema Umwelt und Insektenschutz. Haticon hatte schon Apfelbäume gepflanzt. Ich hoffe, Ihre Belegschaft freut sich, wenn sie den Baum wachsen sieht", erklärte der Amtsdirektor.

Belegschaft war schon vor Ort

Die Lichtgitter Treppen GmbH & Co. KG fertigt seit 1993 im uckermärkischen Blumberg Spindeltreppen an und hat derzeit eine 45-köpfige Belegschaft. "Wir hatten überlegt, den Standort in Blumberg zu erneuern und uns dann für ein größeres Objekt entschieden", erklärt Jan Ewigmann. Nicht alle Mitarbeiter seien über den Umzug erfreut gewesen. Viele kommen aus dem Bereich Casekow. "Aber die Arbeitsbedingungen werden sich in Pinnow verbessern und das Umfeld ist hier gut." Etliche Kollegen kämen aus Schwedt. Da sei der Arbeitsweg der gleiche. Der Geschäftsführer verweist auf die gute Lage an der B 2 neu und die Autobahnanbindung. Zudem hält hier die Bahn. "Unsere Mitarbeiter waren schon hier und haben sich vom Standort einen Eindruck gemacht. Wir haben Einzelgespräche geführt", sagt Jan Ewigmann. "Es ist wichtig, dass sie mitziehen." Detlef Krause wies darauf hin, dass Pinnow eine Kita und eine Schule hat, wo noch Platz für Kinder ist. "Vielleicht entschließt sich ja der eine oder andere zum Umzug. so profitieren beide Seiten."

Das Durchschnittsalter der Belegschaft beträgt 40 Jahre. Junge Leute hätten in dem Unternehmen eine Perspektive, auch wenn es derzeit noch nicht selbst ausbildet. "Wir wollen aber noch weitere Produkte aufnehmen", verrät Jan Ewigmann. Schon jetzt werden Kleinstaufträge bei Gitterrosten für Unternehmen vor Ort angenommen, bei denen die Wartezeit sonst sechs bis acht Wochen beträgt. "Unser Ziel ist es, auch gerade Treppen, Geländer und Rampen zu bauen."

Erweiterung der Produktion

Dann wird sich die Firma, die eine Tochter der Lichtgitter Gesellschaft mbH Stadtlohn im Münsterland mit insgesamt 1400 Mitarbeitern ist und Kundschaft bis nach Skandinavien und Amerika hat, vergrößern. Derzeit werden noch nicht alle räumlichen Kapazitäten in Pinnow selbst genutzt. "Wir vermieten noch Büros in der zweiten Etage und einen Teilbereich der Produktionsfläche", sagt der Geschäftsführer. "Das ist auch von Vorteil für die Gemeinde und die Region, wenn die Unternehmen vor Ort in Kontakt stehen", meint Detlef Krause. Derzeit sind im Industrie- und Gewerbegebiet Pinnow fünf Metallbaufirmen tätig. "Da ergeben sich Synergieeffekte."

Mit der Lichtgitter Treppen GmbH haben künftig auch fünf Unternehmen hier ihren Sitz, die international tätig sind. Pinnow sei mittlerweile neben Schwedt und Prenzlau einer der drei Industrieansiedlungen in der Uckermark.

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