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Fachausschuss stimmt für Erhöhung des städtischen Zuschusses für die Uckermärkische Musik- und Kunstschule um 31 000 Euro.

Finanzierung
Mehr Geld für gute Lehrkräfte der Musikschule geplant

Eine wachsende Gemeinschaft: Beim Finale des Abschlusskonzerts zum 15-jährigen Bestehen der Uckermärkischen Musik- und Kunstschule Angermünde im Juni traten in der Marienkirche alle Chöre gemeinsam auf.
Eine wachsende Gemeinschaft: Beim Finale des Abschlusskonzerts zum 15-jährigen Bestehen der Uckermärkischen Musik- und Kunstschule Angermünde im Juni traten in der Marienkirche alle Chöre gemeinsam auf. © Foto: Kerstin Unger
Kerstin Unger / 08.11.2019, 20:00 Uhr
Angermünde (MOZ) Die Uckermärkische Musik- und Kunstschule "Friedrich Wilhelm von Redern" soll die nächsten drei Jahre mehr Geld von der Stadt bekommen. Darüber wird derzeit in den Ausschüssen und der Stadtverordnetenversammlung diskutiert. Bislang unterstützt die Stadt die Musikschule durch einen Mietzuschuss von 14 400 Euro sowie einen finanziellen Zuschuss von 20 600 Euro. Mit weiteren Zuschüssen von Land und Landkreis sowie mit eigenen Einnahmen aus Konzerten, Gebühren und Spenden arbeitet die Schule bislang kostendeckend. Doch die Schülerzahlen steigen und die Lehrer, zumeist Honorarkräfte, müssen gehalten werden. Deshalb soll der Anteil der Festanstellungen und der Honorarsatz erhöht werden. Dafür fehlen rund 48 000 Euro. Auch der Landkreis prüft derzeit die Zuschusshöhe, besonders für die musikalische Früherziehung. Die Stadt Angermünde würde ihren Zuschuss von 2020 bis 2022 auf 51 600 Euro erhöhen. Dafür sollen zusätzliche Zuwendungen des Kreises für institutionelle Kulturförderung in Höhe von 31 000 Euro verwendet werden. Zudem soll die Stadtverwaltung bis 2022 Maßnahmen für einen dauerhaften Fortbestand der Schule vorschlagen.

Vertagung abgewendet

Der Bildungs-, Kultur- und Sozialausschuss hat am Mittwoch mit einer Enthaltung dem Vorhaben zugestimmt. Dieter Grenz (LBG) hatte den Antrag gestellt, die Entscheidung zu vertagen, weil er die an Zahlen reiche Vorlage erst am Montag bekommen hatte und es in der Kürze der Zeit nicht möglich war, sich mit seiner Fraktion abzustimmen. Der Ausschussvorsitzende Wilfried Belde wollte jedoch die Problematik, die schon länger bekannt sei, nicht weiter hinauszögern. "Es ist auch in unserem Interesse, Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu fördern", sagte er. Steffen George (FWG) schlug eine für alle machbare Lösung vor. Bis die Vorlage in den Hauptausschuss geschickt werde, sei genügend Zeit, sich auszutauschen. So vergeude man nicht unnötig Zeit. Damit zog Dieter Grenz seinen Antrag zurück.

Toralf Abel (SPD) erinnerte sich, dass es einmal eine Regelung gab, nach der Personalkosten nicht gefördert werden. "Was, wenn auch andere Vereine mit Ansprüchen auf uns zukommen?", fragte er. "Das sind nicht ähnliche Ansprüche, sondern Wünsche. Es steht die Frage nach der Vergleichbarkeit und wie verhält man sich dazu", meinte Bürgermeister Frederik Bewer.

Auf die Frage, ob der Kinderchor auch Veranstaltungen wie den Kinderweihnachtsmarkt unterstützen würde, sagte die Schulleiterin Dorothea Janowski, das hätte man schon gemacht und man sei auch beim Gänsemarkt dabei. "Wir sind aber in den letzten Jahren nicht angesprochen worden. Wir sind zwar ziemlich ausgebucht, aber wenn das rechtzeitig passiert, kriegen wir das auf die Beine."

Zahlen und Fakten

Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler beträgt derzeit 414 mit 195 Wochenstunden. Rund 25 Prozent erhalten eine Sozial-, Familien- oder Fächerermäßigung. Erwachsene bezahlen ihren Unterricht kostendeckend.

Die Anzahl der Mitarbeiter betrug am 31. Juli 2019 18 freiberufliche Lehrkräfte und die festangestellte Leitung. Am 1. September 2019 waren es 19 freiberufliche Lehrkräfte, darunter 3 neue Honorarlehrkräfte, sowie 2 Lehrkräfte in Teilanstellung und 1 festangestellte Leitung. Geplant ist eine Überleitung von weiteren Honorarlehrern in eine 50-prozentige Festanstellung und die Anhebung der Honorare auf mindestens 25 Euro pro Stunde.

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