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Die Aktion "Licht an!" zieht an und begeistert rekordverdächtig viele Besucher. Schwedter Galerie am Kietz hat am Vorabend des Mauerfall-Jubiläums einen glanzvollen Auftakt erlebt.

Kunstfest
Licht an für Kreative

Michael Dietrich / 12.11.2019, 06:30 Uhr - Aktualisiert 12.11.2019, 08:32
Schwedt (MOZ) Die Galerie am Kietz hat am Freitag erstmals zu einer Ausstellung eingeladen, für die sie erst einmal das Licht ausschaltete. Die kreativen Köpfe vom Kunstverein, vom Karthausklub, der Musik- und Kunstschule und der Bürgerwerkstatt hatten zu einem Fest der Sinne eingeladen. Tanzende Lichtgestalten, Lichtkunst, leuchtende Fotografien, Lichtspiele und -basteleien sowie angestrahlte Fassaden zogen so viele Besucher an, wie die Galerie lange nicht mehr gesehen hat.

Die Räume des Kunstvereins wurden förmlich überrannt. Als das Schlemmerbüfett in den Galerieräumen eröffnet wurde, drängten sich mehr als 100 Besucher in den Räumen und noch mal so viele standen vor der Tür. Schätzungen des Kunstvereins zufolge waren es bei "Licht an!" mehr als 600 Gäste, die sehen wollten, was da in der Galerie angeschaltet wurde.

Geradezu überrannt wurden die Macher von „Licht an! Fest der Sinne“ am Freitagabend in der Galerie am Kietz.
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Licht an - Fest der Sinne

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Das Experiment Lichtfest in der Galerie hatte sich Sven Ketel von Technikstützpunkt ausgedacht und mit Melanie Slowik vom Karthausklub, Lysann Vahrenhold von der Musik- und Kunstschule sowie Matthias Droese Mitstreiter und Partner gefunden, die er nicht groß von seiner Idee überzeugen musste. Ihre Schau vereinten technische Spielereien mit Licht wie LED-Leuchten unterm Kleid mit Kunst wie dem Tanz der "Lichtelfen", filgrane Spulpturen "Seelenlichter" mit Lichtteffekten sowie aparte Fotografie, die selber leuchtet. In der Ausstellung strahlten giftige Pilze, ein mit Federn, Tüll und Neonlicht verkleideter Schweinskopf, Papierkunst und die Ausstellungsmacher selbst, die sich Lichterketten oder Leuchtbänder umgeworfen hatten.

Im Galeriecafé leuchteten Kerzen, auf der Fassade des Speichers erstrahlte ein kaltes Feuerwerk als Projektion. Vor allem Familien mit Kindern hatten sichtbar Freude an einer Schatzsuche im Theaterkeller bei Schwarzlicht oder beim Sterne- und Figurenmalen sowie Basteln mit 3-D-Handdruckern und neonfarbenem Kunststoff. Lagerfeuer, leuchtende Ballons und buntes Scheinwerferlicht versetzten den Galeriehof auch außen in eine faszinierende Atmosphäre.

"Jetzt hat Schwedt sein kleines Festival of Lights, nur mit viel mehr zum Mitmachen", lobte ein Besucher. Viele waren begeistert von der Idee, auch wenn sie sich dicht gedrängt durch die Räume kämpfen mussten oder nur noch die Reste des veganen Wildblume-Büfetts sahen, das nach einer halben Stunde komplett leer war.

Die Ausstellungsmacher, die sich zum Aufbau drei Tage freigenommen hatten, waren am Abend erschöpft und glücklich. "Es hat funktioniert", sagte Sven Ketel, "wir haben kreative Köpfe zusammengebracht und Leute in die Galerie, die noch nie vorher da waren." Auf die Frage, ob es eine Wiederholung gibt, antwortet er: "Nein, aber etwas Neues. Ich hab da schon so Ideen ..."

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