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Fußball
Mit Niederlage in die Winterpause

Trifft zum 1:1-Ausgleich: Der Schwedter Lukasz Kargol erzielte per Kopfball den Oderstädter Ehrentreffer. Nach verschlafener ersten Halbzeit hatte der FCS im zweiten Durchgang ein Chancen-Plus, kam aber nur noch zu einem Abseitstor, das nicht anerkannt wurde.
Trifft zum 1:1-Ausgleich: Der Schwedter Lukasz Kargol erzielte per Kopfball den Oderstädter Ehrentreffer. Nach verschlafener ersten Halbzeit hatte der FCS im zweiten Durchgang ein Chancen-Plus, kam aber nur noch zu einem Abseitstor, das nicht anerkannt wurde. © Foto: Carola Voigt
Carola Voigt / 02.12.2019, 02:15 Uhr
Babelsberg (MOZ) In Babelsberg versuchte der FC Schwedt mit dünnem Kader das Beste draus zu machen. Ein ordentliches Spiel kam nicht zustande. Freistöße hier, Eckbälle da. Beide Torhüter wurden nicht vor unlösbare Aufgaben gestellt – bis zur 16. Minute. Ein lang geschlagener Ball in Richtung Strafraum sollte eigentlich von Gästekapitän Nico Hubich geklärt werden, doch er zeigte sich uneinig mit Keeper Bartosz Klonowski. In diese Uneinigkeit der Schwedter Protagonisten grätschte Mouhamed Conte hinein und legte den Ball zur 1:0-Führung ins Netz.

Die Gäste schienen überrascht, aber nicht geschockt, denn schon nach dem nächsten Eckball erzielte Lukasz Kargol per Kopf den Ausgleichtreffer (1:1/18.). In der Folge hatten die Schwedter mehr vom Spiel, doch Philipp Ulrich (21.). und Michal Adamczak (26.) verfehlten mit ihren Torschüssen knapp das Gehäuse. Die gefürchteten Ulrich-Freistöße führten diesmal nicht zum Torerfolg. Einen der vielen Querschläger aus der Schwedter Abwehr nahm Paul Unger dankend auf, spielte den Ball direkt in den Lauf von Christoph Brandt, der wiederum auf Robin Pfeifer ablegte. Nahezu unbedrängt konnte Pfeifer zur 2:1-Pausenführung einnetzen (42.)

Es sollte ein rabenschwarzer Tag für die Gäste aus der Oderstadt und für Keeper Klonowski werden. Nach einer Ecke köpfte Stephan Krampitz nicht unhaltbar zum 3:1 für die Babelsberger ein (50.). Fortan spielten nur noch die Gäste. Freistöße aus aussichtsreicher Position hätte es an diesem Tag noch mehr geben können. Ulrichs Schüsse konnte Arne Sommer im Tor der Gastgeber leicht entschärfen (51., 53.). Adamczaks scharfer Torschuss strich am Pfosten vorbei (54.). Einen Freistoß von Ulrich ließ Sommer abklatschen, Kapitän Hubich war zur Stelle und erzielte den Anschlusstreffer (64.). Mitnichten, denn der Schiedsrichterassistent hatte eine Abseitsstellung erkannt – eine sehr fragwürdige Entscheidung. Die Gäste ließen sich davon nicht beirren und suchten weiterhin ihre Chancen. Als dann aber Nico Hanse aus drei Metern den Ball über das Tor schoss (73.) und Radoslaw Stasiak frei zum Kopfball kam, den Ball ebenso über die Querlatte köpfte, ahnten die Schwedter Trainer, dass hier keine weiteren Tore mehr für ihr Team fallen würden. Lobenswert, dass dennoch in der Schlussviertelstunde die Gastgeber förmlich in ihre Hälfte eingeschnürt wurden. Die Abwehr der Babelsberger wackelte zusehends, doch fehlte den Oderstädtern das Schussglück und die Präzision des letzten Passes.

Am Ende waren es drei Gastgeschenke zum ersten Advent, die dieses Spiel entschieden. Dennoch durften die Schwedter bei ihrer abendlichen Weihnachtsfeier ein positives Fazit der Halbserie ziehen. "Hätte, Wenn und Aber ... Mögen die Langzeitverletzten in der Winterpause schnell wieder den Anschluss an das Team schaffen. Mit Zuversicht (und vielleicht auch dem einen oder anderen Neuzugang) geht es in die neue Halbserie", so Co-Trainer Uwe Zenk.

Die beiden Punktspiele, die im Dezember angesetzt waren, hatte der FC Schwedt bereits vorgezogen und gewonnen (4:1 gegen des SV Babelsberg und 3:0 beim SC Oberhavel Velten),.

Schwedt: Bartosz Klonowski – Stephan Liermann, Lukasz Kargol, Radoslaw Stasiak, Nico Hanse, Michal Adamczak, Marcin Wawrzyniak, Manuel Fuchs (70. Michal Studzinski), Markus Heise, Nico Hubich, Philipp Ulrich

Bitterer Beigeschmackin Babelsberg

Der Live-Ticker des FSV scheint ja wohl zum Glück doch der Zensur zu unterliegen. Dass Beleidigungen der Gastmannschaft "aus Dunkeldeutschland" "Schwedter Satzbau besteht aus Subjekt+Prädikat+Objekt+Kurvar" (auch noch falsch geschrieben) aus dem Netz genommen wurden – das ist gut und folgerichtig. Möge sich der Schmierfink eher damit befassen, dass im Gästecontainer Aufkleberangebracht sind, die man in unserem Staat zu Recht verboten hat. Einebittere Randnotiz.⇥cv

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