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Mit romantischer Weihnachtsmusik aus Frankreich begeisterte die Uckermärkische Musik- und Kunstschule in der ausverkauften Marienkirche.

Stehende Ovationen beim Adventskonzert
Engelsstimmen und Harfenklänge

Daniela Windolff / 02.12.2019, 20:00 Uhr - Aktualisiert 03.12.2019, 08:06
Angermünde (MOZ) Von der berühmten Pariser Kathedrale Notre Dame in die Angermünder Marienkirche ist es musikalisch nur eine kleine Gedankenreise, die durch die Jahrhunderte führt, durch den Geist der Weihnacht verbunden wird, den die Uckermärkische Musik- und Kunstschule "Friedrich Wilhelm von Redern" mit ihrem Adventskonzert in der Marienkirche aufleben lässt. In diesem Jahr eröffnete sie die Adventszeit mit romantischer Weihnachtsmusik aus Frankreich, mit einem Weihnachtsoratorium, das der Komponist und Organist von Notre Dame, Camille Saint-Saëns, vor 150 Jahren erstmals aufführte.

80 Sänger auf einer Bühne

Das für die damalige Zeit sehr moderne Werk "Oratorio de Noël" unterscheidet sich von dem berühmten, oppulenten deutschen Weihnachtsoratorium von Bach vor allem durch seine Zartheit und Schlichtheit. Statt Pauken und Trompeten verkünden zarte Harfenklänge, Violinen und Engelsstimmen die Geschichte von Weihnachten. Musikalisch ist das Werk dennoch höchst anspruchsvoll. Doch für Musikschulleiterin Dorothea Janowski ist das große Adventskonzert in der Marienkirche stets der Höhepunkt des Jahres und die Krönung der monatelangen Leistungen ihrer Lehrer und Schüler. Für die Aufführung wurden alle Chöre der Musikschule eingebunden. Vom Spatzenchor, deren jüngstes Mitglied erst drei Jahre alt ist, über Kinder- und Jugendchor bis zum Kammerchor traten insgesamt 80 Sänger gemeinsam auf die große Bühne der ausverkauften Marienkirche und bewiesen die hohe Qualität der Musikschulausbildung in Angermünde. Im ersten Teil des Konzertes erklangen Weihnachtslieder aus Frankreich in drei Sprachen, in denen sich auch schon die Jüngsten des Spatzenchores mit Eifer versuchen. So sangen die Kinder mit ihren hellen Engelsstimmen auch ein Lied allein und füllten damit die mucksmäuschenstille Kirche aus. Das gelang auch der Harfenspielerin mit einem Solopart, der fast überirdische Klänge auf die Reise schickte.

Ensemble aus Profis und Laien

Begleitet wurden die Chöre vom Barockorchester opus 5 und fünf professionellen Gesangssolisten, die der Angermünder Musikschule schon seit vielen Jahren eng verbunden sind, durch gemeinsame Konzerte und teilweise Lehrtätigkeit. Auch ein früherer Orgelschüler von Dorothea Janowski wirkte als Organist mit, der heute an der Universität der Künste in Berlin Musik studiert. Als Musiker kehrt er immer gern zu seinen Wurzeln in Angermünde zurück. So schließt sich der Kreis immer wieder, solange musikalischer Nachwuchs in der Musikschule heranreift und durch große Konzerterlebnisse mit stehenden Ovationen des Publikums immer wieder neu motiviert wird.

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