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Mädchen und Jungen der Angermünder Puschkinschule erleben in der Alten Brauerei das Ergebnis ihres Beitrags zum Projekt "Kinder machen Kurzfilm".

Kinderkurzfilme
Kinder haben Spaß am ersten eigenen Filmdreh

Kerstin Unger / 03.12.2019, 06:30 Uhr
Angermünde (MOZ) Schauspielerische Talente wachsen in der Uckermark heran, auch in Angermünde. Mädchen und Jungen der Klasse 5b der Puschkinschule nahmen im Sommer am Projekt "Kinder machen Kurzfilm" teil. Dabei lernten Grundschüler von Film- und Medienprofis, wie ein Film entsteht, von der ersten Idee über das Drehbuch bis zum fertigen Produkt.

In diesem Jahr waren sechs Schulteams aus der Uckermark dabei, die sichtlich Spaß an der Arbeit hatten. Dieser Tage finden die Premieren statt. Am Sonnabend war dazu ins Filmforum Schwedt eingeladen. Damit die Kinder und ihre Familien aus Angermünde auch die Möglichkeit haben, die Resultate zu erleben, hatten die Filmcrew und das Team des Jugendkulturzentrums "Alte Brauerei" bereits am Freitag die "Braue" in einen Kinosaal verwandelt.

Die Projektkoordinatorin und Schauspielerin Sylke Hannasky begrüßte nicht nur die jungen Nachwuchsfilmer, sondern auch die Klasse 4a der Puschkinschule, die vielleicht im nächsten Jahr selbst vor und hinter der Kamera stehen darf. 120 Schüler aus Prenzlau, Schwedt, Templin und Angermünde haben diesmal mitgemacht. Sie hatten die Aufgabe, einen Poesiefilm zu drehen. Die Filmprofis hatten einen Lyrikkoffer mitgebracht. Daraus lasen die Kinder zum Auftakt zeitgenössische Gedichte. Sie sollten selbst entscheiden, welches sie davon verfilmen möchten. Die Mädchen und Jungen sammelten Ideen, wie man es am besten verfilmen kann. Dazu wurde auch gezeichnet und gebastelt.

Von der Idee zum fertigen Film

In einem "Making of" wurden die einzelnen Arbeitsschritte beim Film gezeigt und wer wofür zuständig war. Schließlich gab es Verantwortliche für die Ausstattung und Requisite, für die Kameraführung, das Fotografieren, Schneiden, die Texte und vieles mehr.

In der "Alten Brauerei" sah das Publikum zuerst die fünf anderen sehr gelungenen Kurzfilme. Dann waren sie gespannt auf den Film der Puschkinschüler nach dem Gedicht "Ichsoerso" von Arne Rautenberg. Das ist ein Musikvideo, zu dem Kinder selbst einen Rap-Song schrieben, in dem sie sich über die Jugendsprache lustig machten, und den sie mit lustigen Kostümen und Requisiten in Szene setzten. Zum Schluss gab es viel Beifall und Dank an alle Beteiligten. Und weil die Mädchen und Jungen aus der 5b so toll mitgemacht haben, bekamen sie zur Erinnerung eine echte Filmklappe und ein Poster mit vielen Bildern über die Dreharbeiten geschenkt. Für die Stadt gab es eine DVD.

Gast der Premiere war auch der Angermünder Bürgermeister Frederik Bewer. Die Stadt hat das Projekt "Kinder machen Kurzfilm" ebenso unterstützt wie das Jugendkulturzentrum. "Das ist ein sehr sinnvolles Werk ganz vieler Menschen, vor allem die euch betreut haben", sagte der Bürgermeister. "Wenn ihr einverstanden seid, würden wir den Angermünder Film beim Kinderneujahrsempfang noch einmal zeigen", meinte er und erntete dafür natürlich allgemeine Zustimmung. Der Kurzfilm "Ichsoerso" ist wie die anderen seit Montag auf YouTube zu sehen. Im nächsten Jahr, so versprachen Sylke Hannasky und ihre Mitstreiter, kommt  das Projekt auch wieder nach Angermünde.

Die anderen Kurzfilme der Uckermark sind: "Das Traumel" von der Goethe-Grundschule Templin, "Kapiki" von Diesterweg-Grundschule Prenzlau, "Der Wolf ist tot" von der Astrid-Lindgren-Grundschule Schwedt, "Wischfisch" von der Evangelischen Grundschule Schwedt und "Ein trauriges Gedicht" von der Grundschule "Am Waldrand" Schwedt.

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