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Brandenburger Frauenwoche
Starke Frauen auf der Bühne und der Leinwand

Dietmar Rietz / 01.03.2020, 04:00 Uhr - Aktualisiert 01.03.2020, 17:28
Schwedt (MOZ) Zurück in die Zukunft  ist das Motto der 30. Frauenwoche im Land Brandenburg im März. Auch in Schwedt stehen interessante Veranstaltungen auf dem Programm. Dietmar Rietz sprach mit Organisatorin Kathleen Werner.

Frau Werner, was ist in Schwedt während der Jubiläums-Frauenwoche im März los?

Mehr als zwei Dutzend Veranstaltungen finden in Schwedt vom 3. bis zum  31. März statt.  Das Spektrum reicht von Schönheit und Naturheilkunde über Film, Buchlesung und Theater bis zu politischen Gesprächen mit Zeitzeuginnen über die friedliche Revolution 1989/90 in der DDR und den Kessel Buntes.

Das Filmforum ist seit langer Zeit ein kreativer Partner der Frauenwoche. Was bringt das Kino im Jubiläumsjahr ein?

Eine ganze Kinothemenwoche. Deren  Motto lautet "Von Frauen, mit Frauen, für Frauen ... und Männer". Kinoleiterin Doreen Müller will starke Frauen auf der Leinwand zeigen. Das Kino knüpft an die Tradition der Filmvorführung mit Gesprächsrunde an und kommt damit dem Bedürfnis vieler Zuschauerinnen nach. Zum Auftakt der Frauen- und der Kinowoche läuft der Film "Karla" aus den DEFA-Studios  am 4. März um 19 Uhr. Jutta Hoffmann spielt darin die Hauptrolle. Wegen seines Plädoyers für die Meinungsfreiheit wurde der Film in der DDR verboten und so zu einem der sogenannten Kellerfilme der DEFA. Der Eintritt ist frei.

Wer ist als Partner noch mit von der Partie?

Natürlich das Frauenzentrum. Am 5. März treten dort ab 17 Uhr Renate Geißler, eine deutsche Schauspielerin, die in über 180 Film- und Fernsehproduktionen mitwirkte, sowie ihre Kollegin und Liedermacherin Angelika Neutschel mit dem musikalisch-literarischen Programm "Es schneit ja keine Rosen" auf. Zum Frauenfrühschoppen mit Sängerin Heidi Rades wird im Frauenzentrum am 10. März ab 10 Uhr eingeladen. Am 17. März gibt es eine Rechtsberatung für Frauen zu speziellen Situationen. Im Lila Salon präsentiert Schauspielerin Dorit Gäbler ihr Programm  "Ein Kessel Buntes".

Die Volkssolidarität lädt am 10. März ab 16 Uhr ins  MehrGenerationenHaus ein. Besucher erleben dort eine vegetarisch-kulinarische Reise beim Dialog über Rollenbilder, Schönheitsideale und Solidarität.

Zeitzeuginnen einer Revolution

Das Stadtmuseum veranstaltet am 12. März ab 15 Uhr im Museumscafé zum Thema "Frauen und die friedliche Revolution 1989/90" ein Gespräch mit Zeitzeuginnen. Haben Frauen die politische Wende in der DDR anders erlebt als Männer? Eingeladen sind dazu Maria Nooke, Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur in Brandenburg, und Bettina Locklair, Juristin und ehemalige Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Osnabrück.

Die Stadtbibliothek veranstaltet am 5. März um 18 Uhr eine Lesung mit Sabine Rennefanz im Berlischky Pavillon. Sie liest aus ihrem Buch "Mutter to go". Am gleichen Ort lesen am 11. März. Yael Nachshon Levin und Anja Reich aus ihrem gemeinsamen Buch "Getauschte Heimat – Ein Jahr zwischen Berlin und Tel Aviv".

Zu unseren Partnern zählen auch die Uckermärkischen Bühnen. Sie bringen am 20., 21. Und 23. März das Schauspiel "Antigone" auf die Bühne. 15 Minuten vor den Vorstellungen erwartet die Besucherinnen eine Inszenierungseinführung, im Anschluss an das Stück außerdem ein Nachgespräch. Es geht um Fragen wie: Wo endet die Verfügungsgewalt eines Staates und seines Herrschers? Gibt es höhere, moralische Gebote? Ein Stück für die Ewigkeit.

Worauf zielen all diese Veranstaltungen?

Wir wollen dazu beitragen, Frauennetzwerke aufzubauen und zu stärken.

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