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Mehr Kontrollen
Angermünder Ordnungsamt wegen Corona-Krise auf acht Mitarbeiter aufgestockt

Das Personal im Ordnungsamt im Angermünder Rathaus wird aufgestockt. Die Mitarbeiter kontrollieren die Einhaltung der Schutzmaßnahmen gegen Corona.
Das Personal im Ordnungsamt im Angermünder Rathaus wird aufgestockt. Die Mitarbeiter kontrollieren die Einhaltung der Schutzmaßnahmen gegen Corona. © Foto: Oliver Voigt
Kerstin Unger / 25.03.2020, 21:08 Uhr
Angermünde (MOZ) Jeder Tag ist in der derzeitigen Situation eine neue Herausforderung für alle Menschen und besonders für jene, die Verantwortung für andere tragen. Deshalb trifft sich der Krisenstab der Stadtverwaltung Angermünde nun auch täglich zur internen Lagebesprechung. Dazu gehören neben dem Bürgermeister die Fachbereichsleiter, der Stadtbrandmeister, die Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit und der Personalrat. "Es sind viele Entscheidungen zu treffen, die täglich drei bis vier Stunden und manchmal mehr in Anspruch nehmen", sagt Bürgermeister Frederik Bewer. "Es gibt Fragen, die sich bisher nie gestellt haben. "

Im ruhigeren Fahrwasser

Seit der vergangenen Woche wurden Vorbereitungen getroffen, um das Rathaus verwalten zu können, ohne Kontakt nach draußen zu haben. So wurden technische Voraussetzungen geschaffen, um mit dem Laptop zu Hause zu arbeiten. Dafür wurden Programme installiert und Zugänge geschaffen, um auf benötigte Daten zurückgreifen zu können. "In dieser Woche bringen wir das Bürgertelefon zum Laufen", berichtet der Bürgermeister. Es gab schon am Montag die erste Anfrage. Aus England rief die Tochter einer älteren Dame an, die den Gang zum Bäcker nicht alleine machen konnte. Sie bekam die Lieferung ins Haus. Auch das Hilfsangebot des Handballclubs 52 ist integriert. Wir haben Montag zusammengesessen, um zu sehen, wie wir die Hilfe bekannt machen und organisieren können. Es gibt mittlerweile 20 Hilfsangebote. Sie werden alle in eine Datei aufgenommen."

Ziel sei es,  Menschen nicht in eine Notsituation kommen zu lassen. "Es geht dabei um die Grundversorgung mit Lebensmitteln und Besorgungen aus der Apotheke und nicht für eine Grillparty, stellt Frederik Bewer klar. Es gebe auch andere gut gemeinte und liebevolle Aktionen, bei denen jemand kochen oder Klavier spielen möchte. Das gehe jedoch nicht und war auch nicht im Sinne des Bürgertelefons. "Wir haben die ruhigeren Zeiten genutzt, um das System ins Laufen zu bringen, die nötigen Ablaufstrukturen zu schaffen, die nun seit Freitag in Kraft sind."

Seit Montag ist nun die neue Verordnung der Bundesregierung in Kraft. Damit komme man in ruhigeres Fahrwasser, was Corona betrifft, sagt er Angermünder Bürgermeister.

Bei der Verwaltung müsse die alltägliche Arbeit weiterlaufen. Sitzungen finden nicht statt. Der nächste Durchlauf von wichtigen Beschlüssen, die die SVV zu fassen hat, von den Fachausschüssen bis zur Stadtverordnetenversammlung, ist für Mai geplant. Die Verwaltung will einen Vorschlag entwickeln, wie das gehandhabt werden könnte. Es gebe Themen, die man nicht aufschieben könne. "Bei wichtigen Dingen, die die Stadt betreffen, müssen wir Möglichkeiten finden, Beschlüsse zu fassen", sagt Frederik Bewer. Dazu will er sich nächste Woche mit dem Vorsitzenden der SVV abstimmen.

Leute beachten die Regeln

Eine aktuelle Maßnahme, die die Angermünder in den letzten Tagen bereits gespürt haben, betrifft die personelle Aufstockung des Ordnungsamtes der Stadtverwaltung  auf acht Personen aus dem eigenen Mitarbeiterstamm. Sie kontrollieren die Einhaltung der Anordnungen, die zur Eindämmung der Corona-Pandemie beitragen sollen. Zu den ersten Ergebnissen sagt der Bürgermeister: "Insgesamt überwiegt der Eindruck, bei den Angermündern ist das Bewusstsein komplett ausgeprägt, dass Corona das Problem von allen ist und dass sich die Menschen auch überwiegend an die Regelungen halten."

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