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Leichtathletik
Den Rennsteig in die Uckermark holen

Lokvögel-Läufer des ESV Angermünde beim Rennsteiglauf 2018: Einige von ihnen werden auch als "Heimstarter" in den nächsten Wochen dabei sein. Die Märkische Oderzeitung wird diese spezielle Laufveranstaltung begleiten.
Lokvögel-Läufer des ESV Angermünde beim Rennsteiglauf 2018: Einige von ihnen werden auch als "Heimstarter" in den nächsten Wochen dabei sein. Die Märkische Oderzeitung wird diese spezielle Laufveranstaltung begleiten. © Foto: ESV Angermünde
Jörg Matthies / 08.05.2020, 17:30 Uhr
Angermünde (MOZ) Naja, ganz schön hügelige, mitunter sogar bergige Laufstrecken gibt es auch in unserer Region. Das allein dürfte noch nicht Anlass genug sein, um sich an der ziemlich "verrückten" Wettkampfaktion fernab des Thüringer Waldes zu beteiligen. Vielmehr sind es wohl persönliche Erfahrungen und langjährige Traditionen, die jetzt zur Teilnahme an der Rennsteiglauf-Alternative bewegen könnten – hunderte Kilometer Anreise entfallen.

Laufen, wandern oder walken kann man über alle Distanzen, die auch beim "richtigen" Rennsteiglauf im Programm stehen. Das sind sie: Als Extremstrecke gilt der Supermarathon über 73,9 km (den schafften 2018 die vier Angermünder Lutz Greulich, Yvonne Langbecker, Klaus Sewekow und Manon Albrecht, im Vorjahr erneut Greulich in knapp acht Stunden). Es folgen der Normal-Marathon über 42,2 km laufend, walkend oder wandernd sowie der Halbmarathon (21,2 km) und eine 17,4 km lange Distanz zum Walken und Wandern. Schließlich sind noch ein Mini-Marathon für Kinder (bis Jahrgang 2014 mit Erwachsenen-Begleitung und bis Jahrgang 2010) sowie der Rennsteig-Junior-Cross (je nach Altersklasse U 8 bis U 18 zwischen 1,1 und 7,2 km) ausgeschrieben.

"Lokvögel" sind wieder dabei

Ihre Teilnahme angekündigt haben bereits die "Lokvögel" des ESV Angermünde, von denen sich alljährlich etliche Lauffreunde nach Thüringen auf den Weg gemacht haben. Die Generalprobe eines solchen "Fernwettkampfes" haben sie gerade selbst absolviert, als sich rund 30 Sportler beim Lauf am Strandbad Wolletzsee beteiligten, der über 14 Tage individuell zu absolvieren war.

Wie funktioniert die Sache nun beim GutsMuths-Rennsteiglauf? Im Rahmen der Aktion, so ist der Internetseite der Thüringer Gastgeber zu entnehmen, "können die Teilnehmer im Zeitraum vom 8. Mai bis 7. Juni 2020 jene Distanz absolvieren, für die sie ihre Meldung bis 3. Mai abgegeben hatten." Die Streckenlänge könne aber auch "beliebig gewechselt werden" (im Extremfall sogar vom Supermarathon auf den Mini-Marathon). Ziel sei "das Laufen für die Gesundheit – es geht nicht um Bestzeiten."

Aktuell wichtig ist dieser Hinweis: "Es kann jeder teilnehmen, egal ob er für den Rennsteiglauf 2020 gemeldet war oder nicht. Für die fast 15 000 vorangemeldeten Rennsteigläufer ist die Aktion kostenfrei." Alle, die noch keine Anmeldung hatten, werden um eine Spende zu Gunsten der mithelfenden Vereine gebeten.

Anmelden kann man sich online über die Lauf-Internetseite "https://www.rennsteiglauf.de/aktionen/rennsteiglaeuferathome". Der Veranstalter verspricht: "Wir senden Euch die Startnummer kostenfrei per E-Mail zu." Und schon kann es losgehen!

MOZ erwartet Fotos und Zeiten

Der "Uckermark Anzeiger" möchte die Aktion gern begleiten: Wer sich eine Strecke aussucht und dann absolviert, kann gern vorher Bescheid sagen (wir versuchen, zum Fotografieren hinzukommen), oder Fotos privat machen lassen und sie samt Streckenlänge und Zeit per Mail senden an um-sport@moz.de. Mal sehen, ob wir so ein bisschen Rennsteiglauf-Fluidum erzeugen.

Fast schon ein halbes Jahrhundert Tradition

Der GutsMuths-Rennsteiglauf ist ein Volkslauf, der seit 1973 jährlich Mitte Mai auf dem Rennsteig im Thüringer Wald ausgetragen wird. Mit mehr als 15 000 teilnehmenden Läufern und Wanderern gilt er als größter Landschaftslauf/Crosslauf Europas. Veranstalter ist der GutsMuths-Rennsteiglaufverein. Johann Cristoph Friedrich GutsMuths (1759-1839) war ein namhafter deutscher Pädagoge und Mitbegründer des Turnens.⇥red

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