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Leichtathletik
Einmal um den Wolletzsee

Carola Voigt / 19.05.2020, 05:30 Uhr
Angermünde/Wolletzsee (MOZ) Da am vergangenen Sonnabend die 48. Auflage des Rennsteiglaufes in Thüringen wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden musste, wurde ersatzweise die Aktion "RennsteiglaufatHome" ins Leben gerufen, an der sich am eigentlichen Veranstaltungstag neun "Lokvögel" des ESV Angermünde beteiligten, denn Füße stillhalten gilt auch zu Krisenzeiten nicht.

Acht Ausdauersportler liefen ab 9.30 Uhr den Halbmarathon (21 Kilometer) um den Wolletzsee bei Angermünde. Sie starteten in drei Gruppen zeitversetzt. Ziel war vor allem die Teilnahme an dieser Aktion und das Laufen für die Gesundheit – es ging nicht um Bestzeiten. So waren auch die Zieleinlaufzeiten der Gruppenteilnehmer fast identisch. Klaus Preisendanz und Peter Schmidt waren nach 2:25:51 Stunden zurück und Peter Schaarschmidt brauchte 2:52:48 Stunden. Heinz Altermann sowie Dieter und Manon Albrecht waren in 2:31:32 Stunden zurück. Lutz Greulich und Armin Habereder starteten erst um 10 Uhr, weil sie im Allgemeinen schneller unterwegs sind. Sie brauchten 1:42:50 beziehungsweise 1:44:09 Stunden.

Einige Zeit vor allen anderen machte sich Michael Bönisch als einziger Nordic-Walker auf den 17 Kilometer langen Weg. Nach 3:39:00 Stunden hatte er seine Tat vollbracht. Die "echte" 48. Auflage findet nun am 8. Mai 2021 statt. Hierfür können sich Interessenten anmelden.

Einige der ESV-Läufer fahren ja schon seit Jahrzehnten zu diesem berühmten GutsMuths-Rennsteiglauf. Für Klaus Preisendanz wäre es der 33. Start gewesen und Peter Schmidt hätte mit 25 Starts Silberjubiläum gefeiert. Am längsten ist aber der fast 78-jährige Peter Schaarschmidt dabei. 39 Mal war er in Thüringen am Start. Dass ausgerechnet die 40. Teilnahme über 21 Kilometer um den heimischen Wolletzsee führen würde, ahnte er zum Jahresanfang noch nicht. Schaarschmidt startete erstmalig 1977 auf dem langen Kanten über 75 Kilometer am Rennsteig. Zurückbetrachtet war dies wohl der Lauf in der frühen Rennsteiglaufgeschichte mit dem schlechtesten Wetter. Vom Start bis zum Ziel gab es einen ständigen Nieselregen und durchgängige Temperaturen unter fünf Grad. Die Waldwege waren schlammig – die reinste Knete. Man musste drauf achten, dass die Schuhe hinter den Füßen herkommen. Auch Gustav Adolf  "Täve" Schur war hier erstmalig zum Super-Marathon an den Start gegangen. Er brauchte 6:52:20 Stunden für die 75 Kilometer.

Im Jahr 2017 trafen beide erneut in Thüringen aufeinander. Die DDR-Radsport-Legende war als Ehrengast in Schmiedefeld dabei. "Zwischen uns beiden kam es zu einem amüsanten Rückblick auf das damalige Rennen. Da erfuhr "Täve" auch, dass ich knapp 15 Minuten vor ihm im Ziel war. Diese erneute Begegnung mit "Täve" wird mir immer in besonderer Erinnerung bleiben, erzählte Schaarschmidt.

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