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Übung
Feuerwehr Schwedt rettet "Verletzten" aus Kiesteich in Vierraden

Thorsten Pifan / 22.05.2020, 18:00 Uhr
Schwedt (MOZ) Menschenrettung hat im Mittelpunkt einer Übung der Berufsfeuerwehr Schwedt mit dem Rettungsdienst gestanden. Dafür wagten sich die Retter ins kühle Nass der Kiesgrube in Vierraden, denn es galt einen Verletzten aus einem Gewässer zu holen. Ein denkbares Szenario, das so aber nur selten geübt wird.

"Wir haben in diesem Fall auch die Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst geprobt", sagte Brandschützer Alexander Trenn. Dafür waren bei der Übung auch zwei Auszubildende mit einem Rettungswagen dabei. Das Szenario hatte Sven Tuband gemeinsam mit Martin Schweizer vom Rettungsdienst ausgearbeitet.

Die Menschenrettung war für die Berufsfeuerwehr in Schwedt auch Teil der Ausbildung, die die Wehrleute zurzeit wegen der Corona-Pandemie ersatzweise für die Landesfeuerwehrschule übernehmen. Denn die Einrichtung ist geschlossen. Aus Schwedt sind zurzeit drei Kameraden dort zu Kursen angemeldet, zwei von der Berufsfeuerwehr der Stadt und einer von der Werkfeuerwehr des PCK.

Das Szenario war vor allem für den künftigen Gruppenführer Riko Knauft ausgearbeitet, erklärte Trenn. Die angehende Führungskraft in der Feuerwehr sollte sich bei der Wasserübung quasi auf dem trockenen die nötige Routine für den Ernstfall aneignen. "Wichtig waren die Stichworte Lageerkunduung, Entschlussfassung und Befehlsgebung", sagte Brandschützer Trenn.

Die Lage stellte sich wie folgt dar: Auf einer fiktiven Wasserski-Anlage hatte es einen schlimmen Unfall gegeben. Einer der Sportler war mit einem Hindernis im Wasser kollidiert und trieb nun verletzt im Vierradener Kiesteich.

Da auch der Rettungsdienst eingebunden war, wurde das "Opfer" von einem Feuerwehr-Kameraden dargestellt. "Unser ,Verletzter’ wird im kommenden Jahr seine Gruppenführer-Ausbildung absolvieren und konnte diesmal schon ein bisschen Erfahrung sammeln", sagte Trenn. Der "Verletzte" war in dem Szenario ansprechbar und genau vorbereitet, welche Beschwerden er wie beschreiben soll, damit die Übung der Realität möglichst nahe kommt.

Während der materielle Aufwand der Übung sich in Grenzen hielt, war der logistische Aufwand umso größer. So mussten sich Feuerwehr und Rettungsdienst abstimmen. Denn auch die Auszubildenden sollten sich in ihrer gewohnten Umgebung bewegen und dafür wurde ein Rettungswagen benötigt, der dann nicht für den Ernstfall zur Verfügung stand. Trenns Fazit: Die Übung ist gelungen, vor allem die Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst und Feuerwehr, die bei Einsätzen sehr häufig ist.

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