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7. Ostbrandenburg-Radtour
Fast zehn Stunden an reiner Fahrzeit

Jörg Matthies / 28.07.2020, 19:30 Uhr
angermünde Sie haben es schon wieder getan. Vor vier Wochen zeigte der Kilometerzähler nach zehneinhalb Stunden reiner Fahrzeit 333 Kilometer, als die traditionelle Ein-Tages-Tour Schwedt-Bansin-Schwedt erfolgreich zu Ende ging. Nun waren 302 Kilometer gestrampelt, als neun Helden der Landstraße und ihre drei Begleiter im Fahrzeug die 7. Ostbrandenburgtour mit einem kleinen Beisammensein im Angermünder Café Seeblick ausklingen ließen.

"Ich bin halb zwei aufgestanden, ohne Frühstück ging es zum Treff auf dem Angermünder Rewe-Parkplatz. Um 3.16 Uhr setzte sich die Gruppe dann in Bewegung", erzählt Tour-Organisator Wolfgang Baumüller. Nach einer OP im April musste er diesmal erstmals in sieben Jahren darauf verzichten, als aktiver Radler mit auf Tour zu gehen. Aber mit dem Auto und teilweise zuletzt auch wieder mit dem Rad hatte er die etwas veränderte Strecke zuvor akribisch erkundet.

Hallo beim Vorbeifahren

Oderberg, Bad Freienwalde, Wriezen, Seelow, Müllrose – die nächtlich noch fast leeren Straßen ließen einen enormen Temposchnitt zu, sodass es (trotz zweier kleiner technischer Defekte) bis zur ersten Rast nahe Müllrose wohl mit mehr als 30 km/h über die Pisten ging. "Aber es war noch recht kühl, einige klagten sogar über kalte Füße, andere hatten sich mit Dreiviertelhosen und Wetterjacken präpariert", berichtet Baumüller. Aber alle waren super in Schuss. Die Pause dauerte, auch wegen einer extremen Mückenplage am Rastplatz, weniger als eine halbe Stunde.

Friedland und Beeskow (mit kurzer Toilettenpause an einer Tankstelle und Wechsel in leichtere Kleidung gegen 9 Uhr) hießen die nächsten Abschnitte. Allmählich wurde es wärmer – ein herrlicher Radtour-Tag. Kehrigk und Storkow wurden passiert, ein kurzes Hallo zum gerade Rasen mähenden Didi Senft (dem legendären Radsport-Fan) musste diesmal reichen, nachdem man bei der Tour 2017 seinem Fahrrad-­museum einen längeren Besuch abgestattet hatte.

Grünheide, Herzfelde, Hennickendorf, Rehfelde, Strausberg – es rollte wie geschmiert. Superpünktlich wurde einen Kilometer vor der Straußsee-Stadt der zuvor auserwählte Rastplatz diesmal zur längeren Mittagspause angesteuert. 73 Kilometer noch.

"Ab jetzt wird’s aber noch mal ziemlich schwer", wussten die Pedaleure aus Erfahrung. Nachdem es einen kleinen Abstecher nach Niederfinow gegeben hatte – ein Erinnerungsfoto am imposanten Bauwerk des neuen Schiffshebewerkes durfte nicht fehlen –, wurde es tatsächlich bergiger. Liepe, der lange Anstieg Richtung Ortsausgang Oderberg, auch noch der letzte Abschnitt der Parstein- Durchfahrt. "Wenn du dann schon 250 Kilometer und mehr in den Beinen hast, zehrt das die letzten Kraftreserven heraus", weiß Baumüller. Um genau 15.18 Uhr war das Ziel aber erreicht.

Kurzer, lustiger Tourrückblick

Die "Auswertung" am Café Seeblick in Angermünde fiel diesmal zwar kurz, trotzdem sehr lustig aus; schon an den nächsten Trainingstagen steigt man wieder gemeinsam aufs Rad. Nach abgesagtem Uckermark-Championat geht nun der Blick Richtung Hügelmarathon am 3. Oktober in Prenzlau.

Die erste Ostbrandenburgtour gab es im Sommer 2014 – vier Jahre lang sogar gemeinsam mit dem Verein Lebenshilfe als Benefizaktion mit abschließendem Sommerfest im Ziel.

Die aktiven Mitfahrer: Eckhard Kurth, Raik Mickein, Maik Hempel, Uwe Koch, Axel Dittmer, Sascha Gombert und Martin Schröder (alle Blau-Weiß Schwedt) sowie Wilfried Eichler (Casekow) und Helaman Krause (Prenzlau); Tourbegleiter im Fahrzeug: Hans-Jürgen Fiedler, Monika und Wolfgang Baumüller

Prenzlauer Hügelmarathon als nächstes Highlight

Am 3. Oktober findet mit Start (drei verschiedene Zeiten) und Ziel am Prenzlauer Seebad wieder der traditions-reiche Hügelmarathon für die unterschiedlichsten Leistungsansprüche statt. Ausgeschrieben sind erneut fünf Distanzen: der Radmarathon (226 km), der unter anderem über Templin, Woldegk, Lübbenow und Brüssow zurück in die Kreisstadt führt, die Leistungstour (162 km/Start jeweils 8 Uhr), die Fitnesstour (115 km), die Freizeittour (84 km/jeweils 9 Uhr) und die Familientour unter anderem über Potzlow, Zollchow und Röpersdorf (33 km/11 Uhr).⇥red

Anmeldungen für Interessenten sind möglich unter www.huegelmarathon.de

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