Kränze und Blumen schmücken am 8. Mai die Gedenksteine im Friedenspark in Angermünde.
Zum Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus und dem Ende des 2. Weltkrieges 1945 legen auch in diesem Jahr der Bürgermeister der Stadt Angermünde, Frederik Bewer, gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung, Wolfgang Krakow, sowie wenigen Gästen Blumengebinde zum stillen Gedenken nieder. Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie und dem damit verbundenen Kontaktverbot, kann die öffentliche Gedenkfeier nicht wie geplant stattfinden.Dennoch müsse die Erinnerung an die Greuel des Krieges und das Kriegsende wachgehalten werden.

Bürger können selbst im Laufe des Tages Blumen niederlegen

Die Stadtverwaltung lädt deshalb alle Bürger dazu ein, gerade in der jetzigen Zeit ein Zeichen zu setzen und im Laufe des 8. Mai ebenfalls Blumen am Ehrenmal für die in und um Angermünde gefallenen sowjetischen Soldaten und am Gedenkstein für die drei im Friedenspark ermordeten deutschen Soldaten abzulegen, um der Opfer des Zweiten Weltkrieges zu gedenken.
Dass es nicht Tausende Zivilopfer in Angermünde gab, ist der kampflosen Übergabe der Stadt Angermünde durch mutige Bürger Ende April 1945 zu verdanken. Um den genauen Hergang dieser Tat streiten zwar Angermünder Historiker. Fakt ist jedoch, dass Angermünde dadurch von zerstörerischen Kampfhandlungen verschont blieb. Auf dem Angermünder Friedhof erinnert ein Mahnmal vor dem Massengrab und der Ruhestätte der Soldaten an die Opfer des Krieges.