Die Gemeindevertretung Passow hat sich am Dienstagabend einstimmig für die Rückübertragung der Kita „Gänseblümchen“ ausgesprochen. Die Einrichtung wurde am 1. Januar 2011 von der Gemeinde an das Amt Oder-Welse übertragen, das seitdem die Einnahmen und Ausgaben im Haushalt verwaltete und den Zuschussbedarf von der Gemeinde als differenzierte Amtsumlage erhob. Die Übertragung der Trägerschaft diente unter anderem der Flexibilität bei Personalengpässen. Zudem gab es ein gemeinsames Kita-Konzept im Amt.
Die jetzige Rückübertragung erfolgt im Zuge des Amtsaustritts der Gemeinde Passow. Die Kindertagesstätte Passow, die derzeit mit der Pinnower Einrichtung eine Einheit bildet, werde dann auch an die Stadt Schwedt übertragen, sagte Bürgermeister Silvio Moritz. Er sprach allen Mitarbeitern der Amtsverwaltung und der Kindertagesstätte seinen Dank aus, die an der Umsetzung des Konzeptes beteiligt waren. Es sei sehr erfolgreich gewesen. Bezüglich der gesunden Ernährung sei man eine der ersten Kitas im Landkreis gewesen. Die Kita „Gänseblümchen“ widmete sich ebenso den Schwerpunkten Bewegung, frühkindliche Berufsorientierung und der deutsch-polnischen Sprachausbildung. Es gab zudem Begegnungen mit polnischen Einrichtungen. „Wir hoffen, dass weite Teile auch künftig umgesetzt werden“, sagte Silvio Moritz.

Digitale Bildung

Einverstanden erklärte sich die Gemeindevertretung Passow am Dienstagabend auch mit dem Medienentwicklungsplan im Rahmen des Förderantrages DigitalPakt Schule. Bis 2024 fördert die Investitions- und Landesbank  Investitionen in eine digitale Bildungsinfrastruktur an Schulen. Der Gemeinde Passow stehen  dafür 64.581 Euro zur Verfügung. Der Fördersatz beträgt 90 Prozent. Zehn Prozent sind als Eigenanteil zu tragen. Kommunen mit Haushaltssicherungskonzept seien sogar zu 100 Prozent förderfähig, informierte der Bürgermeister.
Die Anträge müssen bis Ende des Jahres eingereicht werden. Eine Steuerungsgruppe aus Mitgliedern der Schulleitung, der Schul- und Fachkonferenzen, Vertretern des Schulträgers, einem Vertreter der kommunalen Schulbetreuung und einem externen Fachberater hat den Medienentwicklungsplan erarbeitet. Am 28. September soll abschließend die Schulkonferenz darüber entscheiden. Vorbehaltlich der Zustimmung beschloss die Gemeindevertretung ihn bereits einstimmig, um keine Zeit zu verlieren.