In den von Fachbüros ausgeführten Plänen sind die Naturschutzziele und Möglichkeiten ihrer Umsetzung formuliert. Gerade das ruft den Protest von Waldbewirtschaftern hervor. Die Eigentümer werfen der Biosphäre vor, dass man einfach über fremden Grund und Boden verfügt und in ihre Waldnutzung eingreift. Das habe wirtschaftliche Folgen.
Die Biosphäre vertritt dagegen die Ansicht, dass es keine juristischen Auswirkungen für die Eigentümer gibt. Sie habe im Vorfeld ausreichend informiert und sei auch zu Gesprächen bereit gewesen. Das weist Eigentümervertreter Siegfried Praschma zurück: "Nie war in der Vergangenheit eine Bereitschaft seitens der Biosphärenreservatsverwaltung zu erkennen, die bereits seit längerer Zeit bestehenden massiven Eingriffe in unsere Eigentums- und Bewirtschaftungsrechte zu korrigieren."
Inzwischen drohen betroffene Waldeigentümer mit Klagen. Gleichzeitig gibt es negative Stellungnahmen zum rund 400-seitigen Managementplan. Man solle sich vor Ort aber nicht instrumentalisieren lassen, sondern Fragen und Probleme sachlich klären, entgegnet Martin Flade.
Die Versammlung mit den Waldeigentümern soll Mitte September in Groß Ziethen stattfinden. Darauf einigten sich beide Seiten.