Die Theatergruppe Greiffenberg muss schweren Herzens in diesem Jahr erstmals auf Proben und Vorstellungen für das beliebte Weihnachtsmärchen verzichten. Die strengen Corona-Reglementierungen mit Abstandsgeboten und Kontaktverboten sowie die Unsicherheit, ob überhaupt eine öffentliche Vorstellung möglich ist, hat die leidenschaftlichen Laiendarsteller schon frühzeitig zu dieser Entscheidung geführt. „Wir hatten schon das Manuskript fertig“, erzählt Dirk Köhler, Mitglied der zehnköpfigen Theatergruppe.

Theaterleidenschaft in der Freizeit

Seit 18 Jahren begeistern die Greiffenberger Mimen Kinder und Erwachsene gleichermaßen mit ihren witzigen und spritzigen Märchenadaptionen, die immer auch pointierte Seitenhiebe auf hochaktuelle Themen und lokale Gegebenheiten enthalten. Von den Rollentexten über die Musikauswahl, Choreografie bis zu den Requisiten entsteht hier alles in Eigenregie. Wochenlang arbeiten die Mitglieder in ihrer Freizeit für dieses Weihnachtsevent. Die Vorstellungen in Greiffenberg und Günterberg sind stets ausverkauft. In diesem Jahr sollte das Märchen „Schneewittchen“ auf die Bühne kommen. Der Text ist fertig, aber Schneewittchen muss warten.