Der grenzüberschreitende Zugverkehr zwischen Deutschland und Polen wird der Deutschen Bahn zufolge von Sonntag an nur noch eingeschränkt möglich sein. Aufgrund von Anordnungen der polnischen Behörden im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie werden auf den Strecken „Lübeck - Neubrandenburg - Stettin“ sowie „Berlin - Angermünde - Stettin“ täglich zahlreiche Züge ausfallen, wie die Bahn mitteilte.
In Brandenburg fallen mehrere Züge der Linien RB und RE 66 von Berlin über Angermünde nach Szczecin zwischen Tantow und Szczecin aus. Ebenfalls gibt es Zugausfälle auf der Linie RE 4 von Lübeck nach Szczecin zwischen Löcknitz und Szczecin. Als Grund gibt die Bahn Anordnungen der polnischen Behörden im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie an.

Etwa die Hälfte der Zugverbindungen fällt aus

Von 14 Zügen der Linie RB 66 über Angermünde nach Szczecin fallen mindestens sieben ab Tantow aus. Die anderen sieben sollen planmäßig fahren, aber auch sie sind im Fahrplan der Deutschen Bahn mit Warnhinweisen wegen der Verkehrseinschränkungen gekennzeichnet. In der Gegenrichtung soll ebenfalls die Hälfte der Zugverbindungen der Linie RE 66 ausfallen.
Auf der Linie RE 4 sollen zwischen Löcknitz und Szczecin sechs Züge in jede Richtung ausfallen, zwischen Löcknitz und Grambow soll ein Großraumtaxi als Ersatz fahren. Für einige Fahrten sind Alternativrouten ausgewiesen.
Genauere Angaben über die behördliche Anordnung aus Polen hat die Bahn nicht gemacht. Auf einigen Verbindungen warnt die Bahn mit Hinweis auf eine Großstörung.
Die Einschränkungen gelten bis auf Weiteres, die Bahn bittet ihre Fahrgäste, auf www.bahn.de aktuelle Verkehrsmeldungen zu verfolgen.
In Polen sind seit Samstag angesichts der drastisch steigenden Zahl von Neuinfektionen weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Kraft. Kinos, Theater und Museen sind erneut geschlossen - ebenso wie Geschäfte in Einkaufszentren, mit Ausnahme von Lebensmittelläden und Apotheken. Alle Schulen stellen auf Fernunterricht um. Die Auflagen sollen bis zum 29. November gelten.
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