Seit knapp acht Wochen ist die Bundesstraße 113 zwischen Staffelde und dem Grenzübergang Mescherin gesperrt. Grund dafür sind Bauarbeiten in diesem Bereich.
Gleich zwei Baustellen werden seit Ende September betrieben. Die Straße wird voraussichtlich zum ersten Adventswochenende wieder für den Verkehr freigegeben. „Die Leute haben gut gearbeitet. Die Kombination mit den zwei Baustellen in einem Ritt hat sich bewährt“, schätzt Bürgermeister der Gemeinde Mescherin, Volker Schmidt-Roy, ein. Weil es Absackungen in der Fahrbahn der Grenzbrücke gab, wurde der Straßenabschnitt gleich mit instand gesetzt. Die Regenwasserableitung wurde saniert und die Asphaltdecke erneuert.

Einbindung des Radwegs

Zur gleichen Zeit wurde parallel zur Bundesstraße 113 mit dem Bau eines Radwegs zwischen Mescherin und Staffelde begonnen. In Auftrag gegeben wurde dieser vom Landkreis Uckermark im Auftrag des Landesbetriebs Straßenwesen. Er ist rund 1,2 Kilometer lang und schließt eine Lücke auf dem Oder-Neiße-Radweg. Weil der Radweg an der Grenzbrücke auf die andere Straßenseite wechselt, wurde eine Verkehrsinsel zwischen der Unteren und Oberen Dorfstraße in Mescherin errichtet. Sie dient sozusagen als Schikane und soll die Gefahren für Radfahrer durch den Grenzverkehr minimieren.
Der Radweg wird allerdings erst nächstes Jahr freigegeben. Angestrebt wird Ostern, also rechtzeitig zu Beginn der Saison Wie Frank Gotzmann, Amtsdirektor des Amtes Gartz, informierte, kam hier zu einigen Verzögerungen durch viele Munitionsfunde und Lieferschwierigkeiten durch Corona.
Für das Aufbringen der Deckschicht werden höhere Temperaturen benötigt. Deshalb wird sie im Frühjahr aufgetragen und die Straße bei Bedarf kurzfristig noch einmal halbseitig bei Ampelregelung gesperrt“, so Volker Schmidt-Roy.

Temporeduzierung kommt

Nach der Öffnung der Bundesstraße ist auf jeden Fall eine Temporeduzierung im Bereich vor der Mescheriner Brücke geplant, sagt der Bürgermeister. „Ob die Geschwindigkeitsbegrenzung 50 oder 70 km/h betragen wird, steht noch nicht fest.“ Der Bereich liegt außerhalb der Ortschaft. Eine Versetzung des Ortsschildes für eine automatische Temporeduzierung hatte die Straßenverkehrsbehörde wegen einer fehlenden Bebauung abgelehnt.
Ein Problem für die Bauverantwortlichen und Nutzer der Bundesstraße war, dass es keine ordentliche Umleitung gab. Eine halbseitige Sperrung kann jedoch aus Sicherheitsgründen für die Bauarbeiter nicht infrage. Also mussten die Mescheriner für ihren Arbeits- und Einkaufsweg, aber auch die Linienbusse den alten Plattenweg benutzen. Es gab Ängste bei Einwohnern, dass der schlechte Zustand vor allem im Dunkeln zu Unfällen führen könnte. Zudem sind manche Ausweichstellen schwer einsehbar. Doch es kam zu keinen größeren Problemen, zumal hier Tempo 30 galt.
Dennoch werden die Mescheriner froh sein, wenn sie wieder die gewohnte Asphaltpiste nehmen können. „Unsere Gewerbetreibenden haben schon unter der Sperrung gelitten“, sagt Volker Schmidt-Roy. „Aber sie haben sich mit der Situation arrangiert.“