Kinder beschäftigen sich mit Themen der Großen beim diesjährigen Herbstferienangebot im Nabu-Naturerlebniszentrum Blumberger Mühle. Hier konnten sich Grundschulkinder als Klimadetektive und Rohstoffhelden beweisen. Spielerisch setzten sie sich mit globalen Umweltthemen wie dem Klimawandel und der Vermüllung auseinander.
Evelyn Faust, die seit 2010 in der Blumberger Mühle für den Bereich Umweltbildung verantwortlich ist, unternahm mit Ferienkindern einen Exkurs in die Welt der Energiefresser. Zum besseren Verständnis wurden den Kindern zunächst Begriffe wie Klimawandel verständlich erklärt. Dieses Themengebiet wurde verstärkt in die Bildungsprogramme der Blumberger Mühle aufgenommen, das eines von bundesweit 16 Bildungszentren für Klimaschutz ist. Danach untersuchten die Kinder im Gebäude, wo überall Energie verbraucht wird und überlegten gemeinsam, wie man diese einsparen könnte. Ziel war es, die Kinder für diese Themen zu interessieren  und zu überlegen, was sie in ihrem Alter schon selbst tun können, den Energieverbrauch und damit auch die Auswirkungen auf den Klimawandel zu reduzieren. Am Nachmittag bastelten die Kinder Regenstäbe, um die lange Trockenheit bei uns zu unterbrechen. „Besonders Spaß gemacht hat mir das Experiment, dass Autos und Flugzeuge die Erde so erhitzen“, sagte der zehnjährige Paul Büttner aus Angermünde, der jedes Jahr an den Ferienprogrammen der Blumberger Mühle teilnimmt. Dabei musste sich ein Kind immer mehr Jacken anziehen, bis ihm richtig warm wurde. Jede Jacke stand für eine Sache, die die Erde erwärmt. Paul hat gelernt, dass es wichtig ist, das Licht auszuschalten, wenn man es nicht benötigt, oder einfach mehr Fahrrad, statt Auto zu fahren.
Am zweiten Ferientag wurden die Kinder als Rohstoffhelden gegen Müll-Monster aktiv. Die Kinder brachten verschiedene Verpackungs- und Papiersorten von Zuhause mit. Hier wurde die Nachhaltigkeit geprüft, die umweltfreundlichsten Papiersorten nach den Siegeln ermittelt und überlegt, wo man im Alltag Papier sparen kann. Auch mit Plastikverpackungen haben sich die Kinder kritisch auseinandergesetzt und schließlich Müll auf dem Gelände der Blumberger Mühle eingesammelt. In einem Experiment filterten und mikroskopierten sie umweltschädliche Mikroplastik aus Shampoos. Zum Abschluss konnten sie aus Tetrapaks praktische Geldbörsen basteln. Die zehnjährige Amelia Nüsser aus Berlin kam schon mit Vorkenntnissen zu Meeresverschmutzung und Plastiknutzung zum Herbstferienprogramm. Sie möchte als Rohstoffheldin auch ihre Freundin von der Nutzung von Plastiktüten abbringen. „Ich habe letztens erst wieder aus einem Strohhalm aus Stroh getrunken. Das ist viel sinnvoller und besser als ein Plastikstrohhalm.“ Später möchte sie eine Schaffarm besitzen, auf der sie einen nachhaltigen Lebensstil verwirklichen will.