Am 10. September 2020 findet der erste bundesweite Warntag statt. Auch Angermünde beteiligt sich an diesem zentralen Probealarm. Um 11 Uhr werden die Sirenen ausgelöst. In Angermünde wird dafür die Sirene im Gemeindehaus in Stolpe zentral ausgelöst.
Der Warntag hat zum Ziel, das Wissen der Bevölkerung über die Warnsignale vor Katastrophen und besonders schweren Bränden und Unglücksfällen zu erhöhen und die Signaltöne zu erkennen.

„Entwarnung“ folgt der „Warnung bei Gefahr“

Alle angeschlossenen Sirenen lassen an diesem Tag zur Probewarnung das Signal „Warnung bei Gefahr“ ertönen. Das ist ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton. Um 11.20 Uhr wird dann das Signal „Entwarnung“ ausgelöst. Das ist ein durchgehender Heulton, der eine Minute lang erklingt. Auch angeschlossene Warn-Apps, wie die App NINA, werden eine Warnmeldung anzeigen.
Allerdings werden in der Uckermark nicht alle derzeit 173 Sirenenstandorte ausgelöst. Der Landkreis begründet dies mit einer Blockade des gesamten Alarmierungsnetzes. Reale Rettungs- und Feuerwehreinsätze könnten dadurch gefährdet werden.

In Angermünde gibt es in 19 Ortsteilen Sirenenanlagen

Deshalb wird jeder Träger des Brandschutzes jeweils einen Sirenenstandort mit einem Probealarm ansteuern. In Angermünde existieren noch in 19 Ortsteilen Sirenenanlagen. In der Kernstadt wurde auf eine „stille Alarmierung“ von Einsatzkräften über tragbare Funkmeldeempfänger umgerüstet.
Hintergrund dieser Aktion ist ein gemeinsamer Beschluss von Bund und Ländern im vergangenen Jahr. An jedem zweiten Donnerstag im September soll der bundesweite Warntag nun stattfinden. Neben der Sensibilisierung der Bevölkerung dient er auch dazu, die vorhandenen technischen Systeme für die Warnung der Bevölkerung flächendeckend zu prüfen und zu testen.