Die Feuerwehr spielt im Jamikower Dorfleben eine wichtige Rolle. Von den rund 170 Einwohnern ist jeder fünfte entweder in der Ortswehr oder in der Jugendfeuerwehr. Kein Wunder, dass der Ortswehrführer Jörg Gerber auch Ortsvorsteher ist und seine Tochter Alina, die mit in das Ehrenamt hineinwuchs, den Nachwuchs betreut. Immerhin 20 Mädchen und Jungen aus Jamikow und Umgebung sind die Brandschutz-Hoffnung für die Zukunft.
Deshalb müssen die Verantwortlichen am Ball bleiben, damit sie die Motivation und den Spaß nicht verlieren. Neben der Ausbildung nach Dienstplan zählen vor allem Spiel, Spaß und Freude bei den Kindern, die in zwei Gruppen geteilt sind, von den Kids bis zu den Jugendlichen.

Alle Aktivitäten wegen Corona abgesagt

Im Corona-Jahr 2020 war das nicht so einfach. Die regelmäßigen Treffen in Schönow, wo sie ihre Ausbildung erhalten, waren nicht möglich. „Ab und zu werden Nachrichten verschickt, damit wir voreinander etwas hören“, erzählt Alina Gerber. „Hier und dort gibt es auch eine kleine Aufmerksamkeit, das war’s dann auch.“
Dabei ist der Feuerwehrnachwuchs sonst viel unterwegs. Erstmals seit Jahren ging es für sie im Sommer nicht ins Zeltlager nach Brüssow mit der schönen Badestelle. Der gewohnte Ausflug in den Stralsunder Hanse-Dom zum Anfang des Jahres, bei dem schon die gemeinsame Zugfahrt ein Erlebnis ist, fiel ins Wasser.
Weil nun auch die stimmungsvolle Weihnachtsfeier abgesagt werden musste, wurden die Kinder und Jugendlichen diesmal zum Nikolaus überrascht. Jörg und Alina Gerber überbrachten, verkleidet als Nikolaus und sein Wichtel, jedem Mitglied der Jugendfeuerwehr ein kleines Geschenk. Neben einer Apfelsine, einem Weihnachtsmann und einer Kerze befand sich darin einem liebevoll geschriebenen Brief vom Nikolaus. Dazu gab es für jedes Kind einen schicken Mund-Nase-Schutz, den Silke Jordan Faust aus Kummerow für die Jugendfeuerwehr genäht und bestickt hat. Damit schützten man nicht nur, sondern fühlt sich in Corona-Zeiten auch zusammengehörig.

Lichtblick für 2021

Pläne fürs nächste Jahr können derzeit wegen der Pandemie weder für den Nachwuchs noch für die aktiven Feuerwehrleute gemacht werden. Alle hoffen, dass das Gemeinschaftsleben so schnell wie möglich wieder in Gang kommt.
Es gab aber auch einen Lichtblick. „Frau Stengel hat uns den Grund und Boden für ein neues Feuerwehrgerätehaus geschenkt, um die Feuerwehr zu unterstützen. Wir hoffen, dass es hier nächstes Jahr vorwärtsgeht“, sagt Jörg Gerber. Davon profitiert dann sicherlich auch die Jugendfeuerwehr.