Arbeitszeitbetrug soll den drei Mitarbeitern der Stadtverwaltung vorgeworfen werden, heißt es aus unbestätigten Quellen. Die drei waren auf dem städtischen Friedhof beschäftigt sowie auch für die Pflege von Friedhöfen in den Ortsteilen zuständig und hatten bei vielen Bürgern einen guten Ruf als fleißige, umsichtige Mitarbeiter.
Bürgermeister Frederik Bewer bestätigt auf Anfrage der Märkischen Oderzeitung die außerordentliche Kündigung zum 28. Dezember 2017, will sich in der Öffentlichkeit aber dazu nicht detailliert äußern. Allerdings seien es schwerwiegende Verstöße.
"Die Gründe, die zu dieser schweren Entscheidung führten, betreffen das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Mitarbeiter, sodass ich hierzu zum jetzigen Zeitpunkt keine Auskunft geben kann, auch um die betroffenen Mitarbeiter zu schützen", erklärte Frederik Bewer gegenüber der MOZ.
Die Entscheidung sei vorschriftsmäßig mit dem Rechtsamt und dem Personalrat abgestimmt worden. Die gekündigten Mitarbeiter haben nun die Möglichkeit, Rechtsmittel gegen die Entlassung einzulegen.
Um die Personallücke kurzfristig zu schließen und die Pflege der Friedhöfe auch weiterhin sicherzustellen, werde über eine Arbeitsumorganisation und befristete Stundenerhöhung anderer Mitarbeiter auf diese Situation reagiert, sagt Bewer. Der Bürgermeister hat auch die Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung über die Kündigungen informiert und sich bereiterklärt, den Abgeordneten dazu Rede und Antwort zu stehen.
Personell hat die Stadtverwaltung ohnehin ein schwieriges Jahr hinter sich. Im Strandbad hat die Personalnot dazu geführt, dass die Öffnungszeiten eingeschränkt werden mussten. Vor allem im Bauamt sind die Lücken durch Krankheit und freiwillige Kündigungen der Fachbereichsleiterin Brigitte Günzel sowie der Verantwortlichen für Stadtplanung und Stadtsanierung Uta Walch noch immer deutlich zu spüren. Einen Lichtblick gibt es: Zum 1. April wird die offene Stelle der Fachbereichsleitung neu besetzt. "Ich bin sehr froh, dass wir mit einer Mitarbeiterin, die aus Eberswalde stammt, jemanden bekommen, der in der Region verwurzelt ist", sagt Bürgermeister Frederik Bewer. Die Ausschreibung der Nachfolge von Uta Walch laufe noch.
Aktuell hat die Stadtverwaltung fünf Stellen ausgeschrieben, darunter eine als Sachbearbeiter Stadtsanierung/bautechnische Betreuung, zwei für den Bauhof bzw. das Strandbad sowie eine für Schulsozialarbeit an den Grundschulen, die ab Februar aufgestockt wird.