Sie sind niedlich, wenn sie jung und verspielt herumtollen. Doch wenn die kleinen süßen Straßenkätzchen zu zerzausten, abgemagerten Streunern heranwachsen, von Krankheiten und Parasiten gezeichnet, ist Schluss mit lustig. Wie viele verwilderte Katzen in Angermünde hausen, ist unklar. Sicher ist: Es werden immer mehr, denn die Tiere vermehren sich unkontrolliert.
Bereits im vergangenen Jahr startete deshalb die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit Tierschützern und Tierärzten eine Kastraktionsaktion freilebender herrenloser Katzen. 33 Katzen wurden eingefangen, tierärztlich untersucht und kastriert und anschließend in ihre gewohnte Umgebung zurückgebracht. Die Kosten für die Stadt dafür beliefen sich auf rund 2500 Euro. "Nur mit Hilfe von Spenden zahlreicher tierlieber Bürger, durch die Unterstützung von Gartenbesitzern und das freiwillige Engagement der Angermünder Tierarztpraxen von Familie Reichel, Carola Tautenhahn und Sylvia Garbe sowie Kerstin Paal konnte die aufwendige Aktion überhaupt durchgeführt werden", dankt Simon Splinter vom Ordnungsamt der Stadtverwaltung allen Helfern. Die Kastrationsaktion soll deshalb auch 2015 weitergeführt werden. Dafür wurden bereits Mittel in den Haushalt eingeplant, die jedoch nicht ausreichen. Es werden dringend weiterhin Spenden benötigt, um die Aktion fortführen zu können. Positiv wirkt sich aus, dass sich die Zusammenarbeit mit dem Angermünder Tierheim und dem Verein Tierschutz Uckermark nach vielen Schwierigkeiten entspannt und verbessert hat. Die Stadt hat sich mit dem Tierheim auf eine vertragliche Vereinbarung insbesondere für die Aufnahme von Fundkatzen einigen können.
Alle wildlebenden, herrenlosen Katzen allerdings in die Obhut des Tierheims zu geben, sei unmöglich. Sie lassen sich, wenn überhaupt, oft nur schwer an Menschen gewöhnen. Die meisten sind in der Wildnis geboren, oft schon in zweiter oder dritter Generation. Sie ernähren sich von Abfällen, Mäusen oder Vögeln, werden allerdings auch oft von Menschen gefüttert und dadurch immer näher an Wohngebiete angelockt. Viele Tiere sind krank und werden zur Ansteckungsquelle auch für Hauskatzen. Mit der Kastrationsaktion soll die weitere Ausbreitung der Katzenpopulation eingedämmt werden.
Spenden-Konto: Sparkasse Uckermark, Konto: 3624000429, BLZ: 17056060; IBAN: DE36170560603624000429; BIC: WELADED1UMP; Verwendungszweck: Spenden für den Tierschutz-12211.414800