Das Stadtarchiv Angermünde verfügt über einen außergewöhnlich umfangreichen Bestand an historischen Archivalien. Darunter befinden sich besondere Schätze, die für die Erforschung der Stadtgeschichte von großer Bedeutung sind. Stadtarchivar Steve Schmidt hebt diese verborgenen Kostbarkeiten aus der Schatzkiste des Archivs und stellt sie vor.
Dazu gehört die Akte zur Wahl der Nationalversammlung aus dem Jahre 1848/1849.
Die 2021 stattfindenden Bundestagswahlen seien ein passender Anlass, um sich auch über das Thema Wahlen in der Angermünder Geschichte anhand von Zeitdokumenten zu informieren.

Bericht der Abgeordneten des Wahlkreises Barnim-Angermünde

„Die Akte zur Wahl der Nationalversammlung ist ein bedeutendes Zeitdokument, da sie einen Einblick in die Deutsche Revolution und die Frankfurter Nationalversammlung von 1848/1849 gewährt und damit eines der prägendsten Ereignisse der deutschen Geschichte beleuchtet“, betont Stadtarchivar Steve Schmidt. Die Akte enthält neben Bekanntmachungen des Landrates und Wählerlisten auch einen Bericht der Abgeordneten des Wahlkreises Barnim-Angermünde.
„In diesem Bericht wird über die Eindrücke der Abgeordneten in der aufgelösten zweiten Kammer vom 26. Februar bis zum 27. April 1849 berichtet. In dieser Zeitspanne war die Deutsche Revolution mit ihrem Bestreben nach einer Verfassung und der Errichtung eines deutschen Nationalstaats bereits auf dem Weg des Scheiterns“, erklärt der Geschichtsexperte.

Stadtarchiv Angermünde bietet Einsicht in historische Akten

„Die Akte zu den Wahlen zur Nationalversammlung steht exemplarisch für viele weitere Akten, die uns heute Erkenntnisse über die Geschichte der Wahlen in Angermünde verschaffen. Unter anderem verfügt das Stadtarchiv über Wählerlisten zu den Reichstagswahlen und über Wahlunterlagen zu den Wahlen der Kreistagsabgeordneten, des Bürgermeisters oder der Stadtverordneten von Angermünde“, informiert Steve Schmidt. Das Stadtarchiv Angermünde lädt alle Interessierten ein, sich über dieses Zeitdokument persönlich zu informieren und steht für Fragen und Recherchen zur Verfügung.
Auf Grund der Corona-Einschränkungen ist das Archiv allerdings derzeit nicht öffentlich nutzbar.
Kontakt: Telefon 03331 260037; Mail: stadtarchiv@angermuende.de