Zum Arbeiten kommt Jörg Steinert beim Angermünder Hartgesteinsymposium seltener, als ihm lieb ist, obwohl auch er als Teilnehmer den Ehrgeiz hat, aus einem uckermärkischen Findling in vier Wochen ein Kunstwerk zu schaffen. Doch als Initiator und Organisator muss er sich nebenbei noch um viele organisatorische Dinge kümmern. Dennoch nutzt er jede freie Minute oft bis zum Dunkelwerden, um seine Idee in den groben Stein zu hauen.

Arbeit mit Findlingen als Passion

Für den Bildhauer aus Schönermark bei Angermünde ist die Arbeit mit Hartgestein, vor allem mit Findlingen, Passion und Alltag. Seit mehr als 20 Jahren widmet er sich diesem widerspenstigen und zugleich vielseitigen Naturmaterial und beteiligte sich auch an fast allen früheren Angermünder Hartgesteinsymposien. Für das diesjährige, das erstmals unter seiner Leitung steht, hat er sich einen farblich intensiv gemusterten Granitfindling ausgewählt, dessen feine Zeichnung er durch Schleifen und Polieren zur Wirkung kommen lassen möchte.
Nachdem er viele Jahre formal gearbeitet hatte, wendet sich der Bildhauer nun wieder der figürlichen Gestaltung zu und formt einen monumentalen Kopf, ähnlich seinem „Gotischen Kopf“, der in Prenzlau steht. Der Kopf sei die Quintessenz des menschlichen Körpers, so Steinert.