Wenn Hunderte Schüler am Freitagnachmittag noch konzentriert und interessiert in der Schule sitzen, dann muss das einen besonderen Grund haben. Die Schüler des Angermünder Einstein-Gymnasiums hielten gleich mehrere Gründe bis zum Abend in ihrer Schule: Sie feierten den traditionellen Einstein-Tag, der immer im März anlässlich des Geburtstages ihres berühmten Namensgebers von den Schülern und Lehrern ausgerichtet wird.
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Dem naturwissenschaftlichen Genie zu Ehren dreht sich natürlich alles um Physik und Chemie, Mathe und Biologie, Wissenschaft und Forschung mit Vorträgen, Ausstellung, Wissenswettbewerb "Einstein-Junior" und Auszeichnungen. Schließlich ist das Einstein-Gymnasium auch seit einigen Jahren anerkannte MINT-Schule.
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MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft sowie Technik und hebt den Schwerpunkt der Schule hervor. Wichtigster Partner dabei ist die PCK Raffinerie Schwedt, mit der das Angermünder Gymnasium seit Jahren eine enge Kooperation pflegt. So gibt es Exkursionen, Projekttage, Praktika, Vorlesungen mit externen Experten, Chemie AG und mehr. Zudem wird das Gymnasium wieder einen Leistungskurs Chemie einrichten. Und auch bei der materiellen Ausstattung in den naturwissenschaftlich-technischen Fächern unterstützt das PCK das Gymnasium.
Zum diesjährigen Einstein-Tag brachten PCK-Geschäftsführer Wulf Spitzley und Torsten Kiesner vom Arbeitgeberverband Nordostchemie einen Scheck über 12 500 Euro mit nach Angermünde, der mit großem Jubel der Schüler an die Direktorin des Gymnasiums, Kerstin Hainich-Doepner, überreicht wurde. "Das Geld ist für Euch, für Experimentier- und Unterrichtsmaterialien sowie Exkursionen. Und ein kleiner Teil auch für Lehrerfortbildungen", verkündete die Schulleiterin glücklich.
Von der Kooperation profitiert nicht nur die Schule, sondern auch das PCK, das talentierten und motivierten Fachkräftenachwuchs gerade in technischen Berufen braucht, betonte Geschäftsführer Wulf Spitzley. Torsten Kiesner fügte aus Sicht des Arbeitgeberverbandes Nordostchemie hinzu, dass Brandenburg vor allem durch die Industrie gestützt wird, durch Leuchttürme wie das PCK. Der Grundstein werde schon in der Schule durch eine gute Ausbildung in naturwissenschaftlichen Fächern gelegt.
Dass dies Spaß machen kann, bewies der Einstein-Tag wieder mit einem unterhaltsamen Wissenschaftsvortrag, der dieses Mal mit Dr. Christiane Scheffler, Humanbiologin an der Uni Potsdam, Fragen auf den Grund ging, was unsere Körpergröße beeinflusst.