Dazu beigetragen hat vor allem der Raum Templin, während sich bei besseren Böden im Raum Prenzlau und Angermünde der Preisverfall etwas geringer darstellt. Nach wie vor werden vor allem im begehrten Prenzlauer Raum viele landwirtschaftliche Grundstücke veräußert. Den Spitzenwert hat ein Käufer mit 34 700 Euro pro Hektar hingelegt. Der geringste Betrag liegt dagegen bei nur 6000 Euro.
Schwankende Grünlandpreise
Beim ebenso begehrten Grünland gibt es erheblich weniger Verkäufe als noch in den Vorjahren. Hier haben nur knapp 27 Hektar den Eigentümer gewechselt. Das sind 85 Prozent weniger als im Vorjahr. Auch hier liegt der Verlust vor allem am Grundstücksmarkt rund um Templin, wo tatsächlich der Durchschnittspreis um fast 9000 Euro pro Hektar in den Keller gefallen ist. Im Gegensatz dazu steigt der Grünlandpreis im Raum Angermünde um 2000 Euro pro Hektar auf durchschnittlich satte 9600 Euro, während er in Prenzlau nahezu stabil bleibt. Der Wert von Waldflächen steigt indessen weiter. Allerdings ist hier der Bodenrichtwert etwas schwieriger, hängt doch der Verkaufserlös maßgeblich vom Baumbestand ab. Je älter und wertvoller die Hölzer, desto höher der Verkaufspreis. Durchschnittlich ist hier der erzielte Erlös um 700 Euro je Hektar gestiegen.
Ob nun die von vielen Erwerbern heftig beklagte Preisspirale gerade beim Acker ein Ende gefunden hat, muss die weitere Entwicklung zeigen. Ursache für den derzeitigen Trend einer stabilen Entwicklung könnte auch die veränderte Verkaufspolitik der BVVG als weiterhin noch großer Flächeneigentümer sein. Hier gibt es die Auflage, weniger Gesamtfläche in den neuen Bundesländern zu veräußern als früher und die Einzellose zu verkleinern. Damit soll allen Bauern und Kaufinteressenten die Möglichkeit zum Mitbieten ermöglicht werden.
Eine Auswertung aller Pachtverträge zeigt jedoch eine Entwicklung, die den Bauern gar nicht schmeckt: Teilweise gehen die Pachten geradezu durch die Decke. Bei Ackerland werden inzwischen Maximalwerte von 918 Euro je Hektar gezahlt. Der allgemeine Durchschnitt schwankt je nach Bodengüte zwischen 139 und 522 Euro. Bei Grünland hat der Spitzenwert stolze 755 Euro erreicht.

Gutachterausschuss zu Grundstückswerten

Jedes Jahrwertet der Gutachterausschuss für Grundstückswerte beim Kataster- und Vermessungsamt des Landkreises alle Kaufverträge der vergangenen zwölf Monate aus, um die Bodenrichtwerte zu erstellen. An ihnen orientieren sich Käufer und Verkäufer sowie Banken bei der Veräußerung von Immobilien und Nutzflächen. Unter der Internetadresse www.gutachterausschuss-bb.de sind alle ermittelten Werte und Angaben für die Uckermark online veröffentlicht und kostenlos einsehbar. os