Romy Schneider, Gerard Philipe, Vico Torriani, das waren Kinohelden, für die einst die Angermünder Jugend Schlange stand. Schlange an der Kinokasse der Lichtspiele im Haus Uckermark. Für 50 Pfennige ergatterte auch Sabine Breßler eine begehrte Karte, sammelte Kinoprogramme mit Fotos ihrer Filmidole und hübschte sich für den Kinobesuch mit Petticoat und Hackenschuhen auf, als gehe sie zum Tanzball. Im Angermünder Kino lief der Musikfilm „Gitarren der Liebe“.

Museum Angermünde sammelt persönliche Kinogeschichten

Sabine Breßler hat über diese Erinnerungen die erste Kinogeschichte geschrieben, die nach dem Aufruf des Museums und der Uckermräkrischen Literaturgesellschaft eingegangen ist. Es werden Zeitzeugen, persönliche Geschichten, Erinnerungen, vielleicht auch Fotos zur 110-jährigen Geschichte des Angermmünder Kinos gesucht. Das Museum, das heute an diesem Standort seine Heimstatt gefunden hat, will der Kinogeschichte in der Ausstellung gebührend Raum geben. Die Uckermärkische Literaturgesellschaft möchte die persönlichen Geschichten in einer Broschüre veröffentlichen. Für alle, die Anleitung und Inspriration zum Schreiben brauchen, veranstaltet die Uckermärkische Literaturgesellschaft am Mittwoch, dem 28. Juli 2021, ab 10 Uhr eine Schreibwerkstatt im Museum.
Interessenten wenden sich an das Museum Angermünde, Telefon: 03331 260072, E-Mail:museum@angermuende.de)