Mit Texten, Gedanken, Musik und Gebet gedenken Angermünder Bürger am Sonntag, dem 27. September, dem Kriegsende vor 75 Jahren. In der Marienkirche findet aus diesem Anlass um 17.30 Uhr ein Friedensgottesdienst statt. Die Veranstaltung sollte ursprünglich am 26. April, den eigentlichen Jahrestag der, stattfinden, musste jedoch wegen der Coronapandemie abgesagt werden und wird nun z dem neuen Termin nachgeholt.

Angermünder gingen mit weißer Fahne der Roten Armee entgegen

Der 26. April 1945 war für die Stadt Angermünde ein historischer Tag. Damals gingen mutige Einwohner frühmorgens aus der Marienkirche los und der nach Angermünde vorrückenden Roten Armee mit einer weißen Fahne entgegen, um die ihre Stadt kampflos zu übergeben. Sie retteten damit Hunderten Menschen das Leben und die Stadt vor Zerstörung. In der Nacht zum 26. April 1945 war die Marienkirche mit drängend Menschen gefüllt, die dort Zuflucht vorneinem ungewissen Schicksal suchten. Leben oder Tod stand ihnen vor Augen, wie es der Vers des Propheten Jeremia zum Ausdruck bringt, der die christliche Tageslosung des 26. 4. 1945 war: „Siehe, ich lege vor euch den Weg zum Leben und den Weg zum Tode“. Die Angermünder wählten damals den Weg zum Leben.
Der Gedenkgottesdienst widmet sich dieser Nacht der Entscheidung, dem Gedenken an das Kriegsende und der Befreiung Angermündes.
Die Predigt hält Stephan Krämer. Musik und Texte gestalten Dagmar Budnick, Holger Müller-Brandes und Uwe Schwanebeck.