Im Schaugarten des Vereins zur Erhaltung und Rekultivierung alter Kulturpflanzen VERN in Greiffenberg beginnen bereits die Vorbereitungen für die nächste Saison. Hier wird Saatgut von selten gewordenen alten Kulturpflanzen gewonnen, um sie vor dem Aussterben zu bewahren. Allein 100 alte Tomatenraritäten werden hier zum Beispiel herangezogen, die bei Klein- und Hobbygärtnern sehr beliebt sind.

Saatgutindustrie verdrängt traditionelle heimische Sorten

Viele Sorten sind inzwischen durch neue industrielle Hochleistungszüchtungen vom Aussterben bedroht. Einige überleben nur noch als Saatgutreserve in der Genbank Gatersleben, woher auch der VERN Saatgut zur Vermehrung bezieht, um dadurch wieder für mehr Artenvielfalt in Gärten und in der Landwirtschaft zu sorgen.

Compendium 2021 ist erschienen

Zu Jahresbeginn ist auch das aktuelle Compendium mit dem Saat- und Pflanzgut-Angebot für 2021 erschienen. Darin finden Interessierte nicht nur viele alte, fast vergessene und zum Teil vom Aussterben bedrohte Nutzpflanzen, wie die Kartoffel „Rosa Tannenzapfen“, die Tomate „Goldene Königin“, die Buschbohne „Zuckerspargel“, den Müncheberger Ölkürbis oder den Salat „Prinz von Löwenstein“. Der Katalog enthält auch wertvolle Informationen über Herkunft, Besonderheiten und Anbau der Sorten.

Kleingärtner können Sortenraritäten vorbestellen

Um trotz der Corona-Beschränkungen planen zu können und nicht auf Jungpflanzen sitzen zu bleiben, bietet der Verein die Möglichkeit, Jungpflanzen vorzubestellen, die dann im Frühjahr gegen eine Spende abgeholt werden. Zur Auswahl sind rund 100 Sortenraritäten von Tomate, Gurke, Kürbisse, Melonen, Zucchini, Paprika und Chili.

Bis zum 12. Februar 2021 können Jungpflanzen vorbestellt werden: www.vern-ev.de; info@vern.de oder telefonisch 033334 70232