Die letzten Blumen blühen noch auf dem weitläufigen Gelände der Familie Branding in Bölkendorf. Zwischen den Inseln, die Annekatrin und Michael Branding angelegt haben, zieht der kleine Mähroboter einsam seine Kreise. Bei 8000 Quadratmetern Fläche hat er ordentlich zu tun. „Früher haben das unsere Kinder übernommen. Jetzt, da sie aus dem Haus sind, erleichtert er uns die Arbeit“, sagt die Bölkendorferin.

Diebische Spatzen

Während ihr Mann den Nutzgartenbereich bewirtschaftet, in dem Gemüse für die Eigenversorgung wächst, kümmert sie sich um die Verarbeitung der Ernte und die Blumen. Die eigenen Kartoffeln reichen bis zur nächsten Saison. Dagegen ist aus den Melonen nicht so richtig etwas geworden. „Die Spatzen picken Löcher hinein und haben den Spinat und den Feldsalat vor uns herausgezogen“, erzählt Annekatrin Branding. Um wenigstens etwas von Porree, Möhren, Sellerie, Blumenkohl, Mangold, Brokkoli und den Erbsen zu ernten, wurde das Gemüse im Frühjahr mit einem Netz geschützt. Es hat sich gelohnt. Auch Paprika, Physalis und Tomaten oder Obstsorten wie Brombeeren, Himbeeren, Blaubeeren, Jockel- und Johannisbeeren findet man hier.

Fünf Liter Apfelsaft pro Woche

Auf dem hinteren Teil der Wiese stehen Apfel-, Kirsch-, Pfirsich- und Pflaumenbäume. 260 Liter Apfelsaft mosten die Brandings jährlich in Crussow. Das macht fünf Liter pro Woche für den Eigenbedarf. Annekatrin Branding macht Tomatensaft selbst und konserviert ihn für Soßen und Suppen. Sie friert auch vier Gemüse ein. „Wir essen in der Woche vegetarisch und am Wochenende eigenes Fleisch“, erzählt sie.

Streublumenfeld für Insekten vorhanden

Etwas fürs Auge sind die Blumenbeete und -inseln mit Zinnien, Dahlien, Studentenblumen, Fette Hennen, Rosen und der weiß blühenden Japanischen Wunderblume. Auch das Streublumenfeld für die Insekten fehlt nicht. „Überall ist ein bisschen was, damit die ganze Saison über etwas blüht“, sagt Annekatrin Branding.
Während Michael Branding die Beete hackte, kümmerte sich seine Frau um das Bewässern aus dem Brunnen. Nur der Rasen litt im trockenen Sommer genauso wie anderswo. Mittlerweile hat er sich gut erholt, sodass dem kleinen Roboter bis zur Winterfestmachung nicht langweilig wird.